Neue Regierungskommission für Corporate Governance nimmt Arbeit in Kürze auf
Thyssen-Krupp-Chef soll Verhaltenskodex entwerfen

Die rot-grüne Koalition drückt beim Thema Corporate Governance aufs Tempo: Nach Informationen des Handelsblattes soll der Vorstandsvorsitzende des Thyssen-Krupp-Konzerns, Gerhard Cromme, Chef einer Kommission werden, die einen verbindlichen Kodex für das Zusammenspiel von Aufsichtsrat, Vorstand und Wirtschaftsprüfern in Aktiengesellschaften entwerfen soll. Bereits Mitte September soll die Kommission zu einem ersten Treffen zusammenkommen.

mjh/phe DÜSSELDORF. In dem Kodex sollen unter anderem die Höchstgrenze der Zahl von Aufsichtsratsmandaten und die Zahl der jährlich erforderlichen Aufsichtsratssitzungen geregelt werden. Börsennotierte Unternehmen werden mit dem Kodex dazu verpflichtet, in jedem Jahr eine Erklärung abzugeben, in der sie den Anlegern klar machen müssen, ob sie sich an den Kodex gehalten haben. Wenn sich Unternehmen nicht an die Regelungen halten, könnte ihnen im schlimmsten Fall das Testat für den Jahresabschluss verweigert werden. In das von Cromme geleitete Gremium sollen auch Vertreter aus der Finanzwelt, von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden sowie Aktionärsschützer aufgenommen werden.

Anfang Oktober gibt Cromme sein Vorstandsmandat bei Thyssen-Krupp ab und übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat. Ein Sprecher des Kanzleramtes wollte zu einer Berufung Crommes an die Spitze der Kommission gestern keine Stellung nehmen.

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