Neue Richtlinie soll in Zukunft schützen
Verbraucher fühlen sich von digitaler Werbung belästigt

In Deutschland ist heute niemand mehr vor digitaler Massenwerbung sicher. Ob über Internet, Fax oder Handy - deutsche Verbraucher fühlen sich von solchen Sendungen "wie von der Pest überfallen". Dies geht aus einer am Freitag in Köln veröffentlichten Umfrage des Verbands der deutschen Internetwirtschaft hervor.

afp KÖLN. Der Umfrage zufolge verfehlt die Werbung zudem komplett ihr Ziel: 77 % der Befragten gaben an, die elektronische Post ungeöffnet in den Papierkorb zu werfen. Drei Viertel der Verbraucher wären sogar bereit zu einer Telefongesellschaft zu wechseln, die ihnen garantieren würde, keine Werbe-SMS in ihr Netz zu lassen. Schließlich wollen über zwei Drittel der Empfänger "auf keinen Fall" etwas von den werbenden Firmen kaufen.

Der Verband wird deshalb am 4. Oktober eine "Richtlinie über Online-Direktmarketing" vorstellen, die den Verbraucher in Zukunft vor unerwünschter E-Mail-, Fax- oder SMS-Werbung schützen soll. Damit wäre nicht nur dem Verbraucher gedient, sondern auch der werbegeschädigten Internetwirtschaft. Den werbetreibenden Unternehmen rät der Verband vorerst zum Erlaubnismarketing. In diesem Falle würde der Verbraucher nämlich nur Post erhalten, die er auch angefordert hat. Dazu zählen beispielsweise kostenlose Newsletters oder aktuelle Info-Mails. 49 % der Befragten gaben an, sich über solche "Permission Post" zu freuen.

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