Neue Sorgen für Großaktionär Daimler-Chrysler
Mitsubishi Motors rutscht noch tiefer ab als erwartet

Der japanische Automobilhersteller Mitsubishi Motors Corp. muss kurzfristig seine bisherige Umsatz- und Gewinnprognose für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr 2000/01 deutlich nach unten korrigieren. Das sind neue schlechte Nachrichten für den Daimler-Chrysler-Konzern, der 34 % der Mitsubishi-Aktien hält.

ga TOKIO. Anlass für die Korrektur sind die Kosten für die spektakuläre Rückrufaktion (30 Mrd. Yen, etwa 300 Mill. Euro), die der japanische Hersteller im vergangenen Jahr vornehmen musste. Mitsubishi hatte jahrelang Fahrzeugmängel verschwiegen und war von den Aufsichtsbehörden zum Rückruf gezwungen worden. Zu Buche schlagen außerdem die ersten Aufwendungen des Restrukturierungsplans (100 Mrd. Yen) sowie Ausgaben für den Pensionsfonds (130 Mrd. Yen).



Mitsubishi-Vizepräsident Rolf Eckrodt veranschlagte die gesamten Sanierungskosten des hoch verschuldeten Automobilherstellers grob auf 100 bis 150 Mrd. Yen (1 bis 1,5 Mrd. Euro). Zur Neuausrichtung des Unternehmens gehört die Schließung des Oe-Werkes in Nagoya, die die inländischen Produktionskapazitäten von Mitsubishi um 20 % senkt. In Japan sollen zudem 9 500 Arbeitsplätze - zumeist durch Frühpensionierungen - abgebaut werden. Zusätzlich sorgt die Aufnahme in den Daimler-Chrysler-Produktionsverbund für weitere Einsparungen.



Nach einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" wird der Mitsubishi-Verlust wegen der zusätzlichen Belastungen im laufenden Geschäftsjahr von 140 Mrd. Yen auf 250 Mrd. Yen (Vorjahr: Verlust von 23,3 Mrd. Yen) anschwellen.

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