Neue Speichertechnik: Toshiba und Infineon kommen in Entwicklung voran

Neue Speichertechnik
Toshiba und Infineon kommen in Entwicklung voran

In der Entwicklung neuer Chip-Technologien ist Infineon gemeinsam mit Toshiba nach eigenen Angaben ein großer Schritt gelungen. Erstmals stellten die Forscher des deutschen Chipherstellers und des japanischen Elektronikunternehmens einen Chip auf eisen-elektrischer Basis her, der 32 Megabit an Daten speichern kann, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

HB/dpa TOKIO/MÜNCHEN. "Wir haben damit gezeigt, dass diese Technologie eine Zukunft hat", sagte Reiner Schoenrock von Infineon. Die neue Entwicklung werde der Forschung neuen Auftrieb geben.

Der neue Chip ist nach Angaben von Schoenrock besonders klein, hat dennoch großen Speicherplatz und sichere die Daten auch ohne Stromzufuhr. Die Technologie kombiniere Eigenschaften herkömmlicher PC-Arbeitsspeicher wie DRAM und denen der mobilen Flash-Speicher. Da der so genannte FeRAM-Speicher (Fe steht für Eisen, RAM ist die Abkürzung für Random Access Memory) besonders wenig Strom verbrauche, eigne er sich vor allem auch für den mobilen Einsatz. Mobile Geräte, die heute schon Bilder und Videos speichern und versenden können, forderten immer größeren Speicherbedarf, sagte Schoenrock. "Bis zur Serienreife der FeRAM-Speicher wird es jedoch noch einige Jahre dauern."

Forscher des Münchner Chipproduzenten arbeiten seit Anfang 2001 gemeinsam mit Toshiba-Entwicklern in einem 50 Mitarbeiter starken Team im japanischen Yokohama an der neuen Technologie. Die jüngsten Ergebnisse hatten die die Unternehmen auf einer Konferenz in San Francisco am Dienstag erstmals einem Fachpublikum präsentiert.

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