Neue Streiks im öffentlichen Dienst
Argentinien: Öffentliches Leben lahm gelegt

Ein Streik von Angestellten des öffentlichen Dienstes und Lehrern hat das Leben in Argentinien erneut weitgehend lahm gelegt. Die Demonstrantenn, unter ihnen Tausende Arbeitslose, zogen am Mittwoch (Ortszeit) in einem Protestmarsch gegen die rigiden Spamaßnahmen der Regierung zur zentralen Plaza de Mayo vor den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Buenos Aires, wie die Gewerkschaften mitteilten.

afp BUENOS AIRES. Besonders für Lehrer, Rentner, Arbeiter, Arbeitslose und junge Menschen werde die Situation immer dramatischer, sagte eine Sprecherin der Lehrergewerkschaft. Einige Provinzen stünden "kurz vor dem Zusammenbruch". Die Regierung will eigenen Angaben zufolge bis zum Jahresende 1,5 Mrd. Dollar (3,3 Mrd. Mark) öffentliche Gelder sparen. Das Sparpaket sieht unter anderem eine 13-prozentige Kürzung der Renten sowie der Angestelltenlöhne vor.

Wirtschaftsminister Domingo Cavallo kündigte die Entsendung einer Delegation zum Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington an. Die Abordnung wollte den IWF um zusätzliche Finanzhilfen bitten. Die Höhe der geforderten Summe wollte Cavallo zunächst nicht nennen. Allerdings hatte Schatzmeister Jorge Baldrich zuvor von einer zusätzlichen Forderung zwischen sechs und neun Milliarden Dollar gesprochen. Der IWF wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Argentinien ist seit drei Jahren in einer Rezession und im Ausland hoch verschuldet.

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