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Neue Streiks in Frankreich auch nach Aufgabe der Depot-Blockaden

Nur einen Tag nach der Aufhebung der Blockaden von mehr als 100 französischen Treibstoffdepots haben am Montag in verschiedenen Landesteilen neue Protestaktionen gegen die hohen Kraftstoffpreise begonnen.

dpa PARIS. Unter den Demonstranten waren vor allem Handwerker und mittelständische Unternehmer. Sie versperrten die Ausfallstraßen verschiedener Städte und forderten eine Senkung der Mineralölsteuer zum Ausgleich der in 18 Monaten um das Dreifache gestiegenen Kraftstoffpreise.

In der südwestfranzösischen Stadt Toulouse blockierten Hotelbesitzer, Lebensmittelhändler und Besitzer von Tabakläden mit ihren Autos die Vorortstraßen und verursachten am Vormittag ein Verkehrschaos. Die Zufahrtsstraßen zur ostfranzösischen Stadt Besancon wurden von rund 60 Handwerkern versperrt. Sie forderten die Pariser Regierung auf, auch ihnen Steuererleichterungen zu gewähren. Die Regierung hatte den Berufsverbänden der Lastwagenfahrer, Bauern und Taxichauffeure ein Paket von Steuersenkungen angeboten, um die hohen Spritpreise auszugleichen. Daraufhin wurden am Wochenende die Protestmaßnahmen nach knapp einer Woche eingestellt.

Die französische Zeitung "Le Parisien" berichtete am Montag, die bisherigen Zugeständnisse an die verschiedenen Berufsgruppen kosteten die Regierung bis zu 7,5 Mrd. Franc (2,2 Mrd. DM). Frankreichs Finanz- und Wirtschaftsminister Laurent Fabius gab die Kosten der Maßnahmen mit rund drei Mrd. Franc während der nächsten zwei Jahre an.

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