Neue Studie vorgestellt
Frauen sind in deutschen Chefetagen selten

Frauen sind einer Studie zufolge in den Chefetagen deutscher Firmen weiter eine Seltenheit.

rtr FRANKFURT. Dabei fühlen sich Frauen in Führungspositionen einer Befragung der Unternehmensberatung Accenture zufolge am meisten durch die männliche Dominanz am Arbeitsplatz und den Mangel an weiblichen Vorbildern am Erfolg gehindert. Der Umfrage zufolge streben weibliche Führungskräfte zumeist weniger nach Macht, sondern suchen vielmehr die intellektuelle Herausforderung.

Accenture befragte nach eigenen Angaben 83 Frauen in leitenden Positionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema "Frauen und Macht". Das Ergebnis wurde am Montag anlässlich der Frauenkonferenz "World Women Work" in Berlin vorgestellt. Von den befragten Frauen stammten 67 Prozent aus der Wirtschaft, 17 Prozent aus der Politik und 16 Prozent aus der Wissenschaft.

Männerkultur und Familie als Hemmschuh

Mehr als ein Fünftel der von Accenture befragten Karrierefrauen sehen die männerdominierte Kultur am Arbeitsplatz als größtes Hindernis auf ihrem Weg nach oben. Aber auch der Mangel an weiblichen Vorbildern und Mentorinnen rangiert auf der Skala der wichtigsten Hindernisse ganz oben. Als weiteres zentrales Problem nannten die Frauen die schwere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Frauen streben nicht vorrangig nach Macht

Auf Grund der Befragung wird deutlich: Erfolgreiche Frauen setzen nicht wie häufig angenommen auf "typisch weibliche" Eigenschaften wie Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen. Vielmehr wählten die Frauen auf der Skala der wichtigsten Attribute einer Führungskraft Kommunikationskompetenz und strategische und analytische Fähigkeiten auf die ersten Plätze. Der Machtfaktor zähle unter Frauen wenig, mit Ausnahme der Politikerinnen, hieß es weiter. So nannten rund 77 Prozent der Befragten als wichtigsten Motivationsfaktor das Ausüben einer interessanten und anregenden Arbeit, für rund 61 Prozent ist es sehr wichtig, etwas Sinnvolles zu tun.

Weniger wichtig sind für die Frauen hingegen öffentliche Anerkennung und das "Stehen auf der Siegerseite". Nur fünf beziehungsweise neun Prozent der befragten Frauen setzten diese Ziele ganz nach oben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%