Neue Technologien
Dell nimmt Abschied von der Diskette

Der weltweit zweitgrößte Computerhersteller Dell will keine Disketten-Laufwerke mehr als Standard in Rechner einbauen.

Reuters NEW YORK. Floppy-Diskettenlaufwerke seien durch Technologien mit höheren Speicherkapazitäten überholt und würden demnächst nur noch als Option für Modelle der Reihe Dimension 8250 angeboten, teilte der im texanischen Austin ansässige US-Konzern am Donnerstagabend mit. Andere Modelle würden abhängig von der Kundenresonanz bis zum Ende des Jahres kein Diskettenlaufwerk mehr enthalten.

Dell-Sprecher Lionel Menchaca sagte, Speicherkarten wie USB-Flash-Chips böten weitaus mehr Speicherkapazität als Disketten und passten damit besser zu den modernen Rechnern. "Sie werden einfach in die USB-Schnittstelle gesteckt und der Computer liest die Daten wie von einem normalen Diskettenlaufwerk. Der Vorteil ist, dass man viel mehr Kapazität hat - anstatt 1,44 Megabyte hat man dann mindestens 16 Megabyte", sagte Menchaca.

Floppy-Disetten sind bisher die beliebteste Methode zum Austausch von Daten zwischen Computern. Die erste 5,25 Inch Diskette war im Jahr 1976 für IBM-Rechner eingeführt worden, Sony brachte vier Jahre später die erste Diskette in der Größe von 3,5 Inch heraus. Die heute gebräuchliche 3,5 Inch-Floppy-Disk mit 1,44 Megabyte Speicher ist seit den frühen 90er Jahren Standardmethode zur Datenspeicherung.

Computerhersteller Apple hat bereits vor einigen Jahren den Einbau von Floppy-Diskettenlaufwerken in Macintosh-Computer gestoppt. Andere Hersteller wie Weltmarktführer Hewlett-Packard, bietet sie jedoch nach wie vor an.

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