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Neue Technologien, härterer Wettbewerb - 20 Jahre Cisco

Der Netzwerkausrüster Cisco Systems hat am Dienstag mit einer neuen Produktgeneration auf den wachsenden Wettbewerbsdruck im Markt für intelligente Netzwerkkomponenten reagiert. Das vor 20 Jahren gegründete Unternehmen dominiert heute den Markt für die so genannten Router. Sie stellen sicher, dass die von einem Computer verschickten Datenpakete auch dort ankommen, wo sie hingehören. Den Marktforschern von Infonetics zufolge hat Cisco im abgelaufenen Kalenderquartal mehr als zwei Drittel des weltweiten Umsatzes mit Routern für den Unternehmensbedarf auf sich vereinigt. Die schlechte Nachricht: Es wurden insgesamt zehn Prozent weniger umgesetzt als im vorangegangenen Quartal.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Netzwerkausrüster Cisco Systems hat am Dienstag mit einer neuen Produktgeneration auf den wachsenden Wettbewerbsdruck im Markt für intelligente Netzwerkkomponenten reagiert. Das vor 20 Jahren gegründete Unternehmen dominiert heute den Markt für die so genannten Router. Sie stellen sicher, dass die von einem Computer verschickten Datenpakete auch dort ankommen, wo sie hingehören. Den Marktforschern von Infonetics zufolge hat Cisco im abgelaufenen Kalenderquartal mehr als zwei Drittel des weltweiten Umsatzes mit Routern für den Unternehmensbedarf auf sich vereinigt. Die schlechte Nachricht: Es wurden insgesamt zehn Prozent weniger umgesetzt als im vorangegangenen Quartal.

Zudem jagen aggressive Wettbewerber wie Juniper Networks dem zum Großkonzern herangewachsenen Start-up Kunden ab. Einige Branchenbeobachter vergleichen die Lage, in der sich Cisco heute befindet, mit der des weltgrößten Computerkonzerns IBM vor 20 oder 30 Jahren. IBM verlor damals seine marktbeherrschende Stellung nicht, weil ein Konkurrent bessere und billigere Rechner auf dem Markt gebracht hatte, sondern weil sich die Kunden aufgrund der steigenden Kosten für die Schulung der Techniker und den Unterhalt der Hardware dazu bereit waren, sich auf Alternativen einzulassen.

Kein WEG Zurück INS Jahr 2000

Es führt kein Weg zurück ins Jahr 2000, als Cisco für kurze Zeit das Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung der Welt war. Der Aktienkurs war innerhalb von fünf Jahren auf das 35-fache gestiegen und das Unternehmen gab Mill. von Aktien aus, um eine beispiellose Einkaufstour durch die IT-Unternehmenslandschaft zu finanzieren. Mehr als 80 $ wurden damals für einen Anteilsschein gezahlt. Am Montag waren es zum Handelsschluss an der Nasdaq gerade einmal 20,25 $. Aber noch heute wird die Art und Weise, wie der ehemalige Vorreiter der Internet-Revolution übernommene Firmen integriert, an den amerikanischen Elite-Universitäten als "Best Practise" gelehrt. Und Cisco-Chef John Chamers hält Vorträge über Outsourcing und seine ganz eigene Variante der "Just in time"-Produktion. Und es wird weiter akquiriert - zuletzt dynamisoft am Montag.

Und Cisco nimmt wieder Fahrt auf. "Wir haben in diesem Jahr doppelt so viele Innovationen vorgestellt als in einem normalen Jahr", sagte der für die Vermarktung neuer Technologien zuständige Generaldirektor Kaan Terzioglu. Am Dienstag stellte Cisco elf neue Router vor, mit denen sich das Unternehmen auf der Produktleiter weiter nach oben bewegen will. Nach der Integration von Daten-, Gesprächs- und Videoübertragung in einem Netzwerk sei Cisco nun einen Schritt weiter auf dem Weg zum intelligenten Netzwerk, sagte der für Vetrieb zuständige Vice President Nick Earle. Cisco-Deutschlandchef Andreas Dohmen sagte: "Wir sind dem Wettbewerb mit diesen Produkten mindestens 18 bis 24 Monate voraus."

Die neuen Produkte sollen es den Kunden ermöglichen, bei hohen Übertragungsgeschwindigkeiten eine Reihe von Diensten wie etwa Videotelefonie und Telefongespräche gleichzeitig über ihr internes Netzwerk zu betreiben, ohne dass beim Betrieb zusätzlicher Anwendungen Kompromisse bei der Durchsatzleistung gemacht werden müssen. Die Vision: ein sich selbst gegen Angriffe von außen verteidigendes Unternehmensnetzwerk, in dem alle benötigten Anwendungen in virtualisierter Form zur Verfügung stehen. "Für IT-Manager ist das Netzwerk heute wichtiger als die Anwendungen, die darüber betrieben werden", sagte Earle. Zum erwarteten Umsatz wurden keine Angaben gemacht.

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