Neue Technologien
Harry Potter beschert Tesa Umsatzplus

Ein Klebehaken mit Harry-Potter-Motiv hat Tesa 2001 gegen den rückläufigen Markt ein Umsatzplus beschert. "Die hervorragende Nachfrage danach hat wesentlich zur Verstärkung unseres Marktanteils bei diesen Produkten beigetragen", sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Steinmeyer am Montag in Frankfurt.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Klebeband- und Klebehaken-Hersteller steigerte im vergangenen Jahr den Umsatz um 0,5 % auf 672 Mill. ? (1,3 Mrd DM). Fast alle anderen Hersteller hatten nach Aussage Steinmeyers einen Umsatzrückgang von deutlich über 6 % verzeichnet.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern von Tesa schrumpfte dagegen von 33 auf 20 Mill. ?. "Dies lag vor allem an Einmalkosten von 10 Mill. ?, die durch die Gründung der Tesa AG im April entstanden sind", erklärte Steinmeyer. Im Hauptabsatzmarkt Europa baute die Beiersdorf-Tochter ihre Marktführerschaft geringfügig auf knapp 52 % aus. Uhu verlor dagegen leicht auf 13,5 und Henkel auf 9,6 %.

Umsatzrendite von 5 % angestrebt

In diesem Jahr rechnet Steinmeyer mit einem Umsatzplus von bis zu 3 %, während der Markt um 2 bis 3 % schrumpfen werde. Das verdankt das Unternehmen einem Technologievorsprung: Als erster Hersteller hatte Tesa vor wenigen Wochen eine Großanlage für lösungsmittelfreie und damit umweltfreundliche Klebebänder in Offenburg aufgebaut. Eine zweite Anlage soll es in diesem Jahr in Hamburg geben. Das Ergebnis will der Tesa-Chef kräftig steigern, um wieder auf eine Umsatzrendite von 5 % wie im Jahr 2000 zu gelangen. 2001 hatte diese bei 3 % gelegen.

Fortschritte mache die Entwicklung von "intelligentem Klebeband". Tesa will sein Hauptprodukt zum Datenträger sowie zu einem Sicherheitshologramm für Ausweise und Produktschutz entwickeln. Das Tesa-Hologramm solle sicherer und günstiger sein als ein Computerchip.

Zur Entwicklung des neuen Klebebands ist vor wenigen Monaten zusammen mit dem Heidelberger Forschungslabor European Media Lab und der Universität Mannheim die Tesa Scribos GmbH gegründet worden. "In zwei Jahren ist das Hologramm marktreif und kann Hersteller von Medikamenten und Autoteilen vor Fälschungen schützen", versprach Steinmeyer. Dieses neue Geschäftsfeld sei "mehrere 10 Mrd. ?" schwer. Die Tesa-Rom als Computer-Datenträger sei voraussichtlich in fünf Jahren fertig entwickelt.

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