Neue Terror-Ängste verunsichern
Tech-Werte drückten Dax

Abgaben der Technologiewerte haben am Mittwoch zu einem schwachen Schluss des Dax geführt. Im Tagesverlauf hatte der Dax sogar die Marke von 4900 Punkten unterschritten, erholte sich später jedoch wieder.

vwd FRANKFURT. Abgaben der Technologiewerte haben am Mittwoch zu einem schwachen Schluss des Dax geführt. Das Börsenbarometer sank 1,3 Prozent bzw. 65 auf 4919 Punkte. Positiv sei, dass die Marke von 4900 Punkten zum Schluss verteidigt werden konnte, hieß es. Bei Ständen unter 4900 Stellen bestehe die Gefahr, dass der Dax auf 4800 Punkten zurückfalle. Der MDax schloss ebenfalls leichter bei 4412 Punkten. Die Warnung vor Terror-Anschlägen in den USA drückte nach Angaben von Beobachtern ebenfalls deutlich die Stimmung. "Es gab zudem keine Nachrichten, die das Sentiment für den gesamten Markt deutlich verbessern konnten", sagte ein Händler.

Die Angst vor neuem Terror belastete insbesondere den Versicherungssektor. "Besonders die Rückversicherer würden durch einen erneuten Anschlag belastet", hieß es dazu. So standen Allianz, und Münchener Rück unter Druck. Doch die Umsätze seien moderat gewesen, hieß es weiter. Allianz verloren 1,9 Prozent auf 247,26 Euro und Münchener Rück 1,8 Prozent auf 257,69 Euro.

Die Aktien der Deutschen Telekom, die für das erste Quartal einen deutlich über den Erwartungen liegenden Nettoverlust ausgewiesen hatte, verloren 4,9 Prozent auf 12,45 Euro. Der hohe Nettoverlust ist nach Einschätzung einer Analystin in erster Linie auf Sondereffekte zurückzuführen. Bereinigt um die Abschreibungen auf die Kabelnetze und die 1,8-Prozent-Beteiligung an France Telekom hätten die Zahlen fast die Erwartungen getroffen. Auch für die anderen Technologiewerte war die Stimmung schlecht, Infineon verloren 3,7 Prozent auf 18,39 Euro, auch Epcos und Siemens notierten mit Abschlägen. SAP verloren 7,4 Prozent auf 113,21 Euro, nachdem Goldman Sachs das Kursziel für den Titel auf 160 von 200 Euro gesenkt hat.

Automobiltitel legten hingegen, beflügelt von positiven Analystenkommentaren und guten Zulassungszahlen für April, deutlich zu. VW verteuerten sich um vier Prozent auf 58,99 Euro. Grund ist nach Einschätzung eines Händlers die Anhebung des Kursziels durch die Analysten von Lehman Brothers. Nach einem Treffen mit dem Management erhöhte Lehman das Kursziel für VW auf 62 von 50 Euro. Das Rating lautet weiter "Market Perform". Zudem haben die Analysten von Credit Suisse First Boston VW auf "Buy" von "Hold" hoch gestuft. Das Kursziel wurde auf 73 Euro festgelegt. DaimlerChrysler legten um 2,5 Prozent auf 54,65 Euro zu. Das Unternehmen will verstärkt Synergien zwischen seinen Marken nutzen. Auch MLP-Aktien konnten deutlich, auf gut 49 Euro zulegen.

Kräftige Verluste mussten Preussag hinnehmen. "Ein britischer Reiseveranstalter hat schlechte Zahlen veröffentlicht, und Preussag wurden dafür in Haft genommen", sagte ein Händler. Das Unternehmen MyTravel hatte berichtet, die Katalogbuchungen seit Ostern seien enttäuschend ausgefallen. Das Minus müsse man aber auch vor dem Hintergrund des Anstiegs vom Vortag sehen, so ein weiterer Marktteilnehmer. Preussag sanken 6,7 Prozent auf 28,66 Euro.

Die ebenfalls am Morgen veröffentlichten Ergebnisse der HypoVereinsbank seien im Wesentlichen wie erwartet ausgefallen. HypoVereinsbank verloren drei Prozent auf 38,60 Euro. MLP erholten sich mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 49,06 Euro trotz eines negativen Analystenkommentars weiter von den Verlusten der Vorwoche. Die Analysten von Metzler Equity Research haben MLP auf "Sell" von "Buy" zurückgestuft. Das Kursziel liegt bei 32 Euro. Die Risikoprämie sei gestiegen, hieß es zur Begründung.

Dass ProSiebenSAT1 die geplante Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien verschieben muss, wird von Händlern negativ bEuroteilt. Aus diesem Grund stufen die Analysten von Merrill Lynch die Aktie zudem auf "Sell". Die Papiere verloren 20,5 Prozent auf 8,53 Euro. Die Abgaben bei Beru von 5,4 Prozent auf 54,40 Euro führten Händler auf Gewinnmitnahmen zurück. Im Bereich von 60 Euro liege eine Marke, an der der Wert gescheitert sei. Seit Beru im April im Bereich 62,50 Euro ein All-time-High markiert habe, gehe es stetig bergab bzw seitwärts. Die Zahlen von Hochtief bewerteten Marktteilnehmer als alles in allem positiv, auch wenn der Sonderertrag aus dem Verkauf der Monachia-Beteiligung nicht ausgewiesen sei. Die Titel verbesserten sich um 3,7 Prozent auf 24,00 Euro.

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