Neue Tiefststände im Visier
Am Neuen Markt wird Test der 1000 Punkte-Marke erwartet

Der Neue Markt wird zum Wochenauftakt nach Händlereinschätzung auf Grund der schlechten Stimmung am Markt und der anhaltenden Verunsicherung der Anleger weiter fallen und vermutlich neue Tiefstände markieren.

Reuters FRANKFURT. "Es wird weiter runtergehen. Es fehlen einfach Käufer", sagte ein Händler. "Die 1000-Punkte-Marke wird wahrscheinlich diese Woche noch getestet werden", hieß es mit Blick auf den Nemax 50 der wichtigsten Werte des Segments, der am Freitag bei 1089 Punkten ein Rekordtief markiert hatte.

Wegen der schwachen Vorgaben von der US-Technologiebörse Nasdaq werden Händlern zufolge in erster Linie die Schwergewichte am Markt wie Aixtron , T-Online und Qiagen nachgegeben und den Index belasten. Im Mittelpunkt des Interesses könnten dagegen die Papiere von Balda und QSC stehen, die vorbörslich gegen den leichteren Trend zulegen konnten.



Das Handelshaus Lang & Schwarz berechnete gegen 8.45 Uhr den Nemax 50 der wichtigsten Werte mit 1105 Zählern (Freitag 1114). Die Citibank ermittelte im vorbörslichen Handel einen Nemax 50-Stand von 1092 Punkten. Der alle Werte umfassende All-Share-Index tendierte dagegen vorbörslich kaum verändert. Am Freitag hatten beide Indizes im Zuge der von der Deutschen Börse vorgestellten Verschärfung des Regelwerks am Neuen Markt sowie einer Umsatzwarnung des Software-Produzenten Microsoft rund vier Prozent nachgegeben. Im Wochenverlauf gab der All-Share-Index rund acht Prozent und der Auswahlindex rund neun Prozent nach. Die Nasdaq hatte den Handel zum Wochenausklang 0,84 % leichter bei 2029 Punkten verlassen.



Auf die Stimmung dürften die Quartalszahlen des Chip-Herstellers Infineon drücken. Die Siemens-Tochter hatte am Morgen bekannt gegeben, im dritten Quartal einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 598 (Vorjahresquartal: plus 366) Mill. Euro erwirtschaftet zu haben. Der Umsatz sei um 30 % gefallen. Den Angaben zufolge sieht das Unternehmen keine Anzeichen einer Markterholung und erwartet dementsprechend im vierten Quartal wie auch im Gesamtjahr einen negatives Ergebnis.

Im Blickpunkt der Vorbörse standen die Papiere der Balda AG, die vier bis fünf Prozent fester tendierten. Balda hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2001 den Unternehmensgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um sieben Prozent auf 7,3 Mill. Euro von 6,8 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum gesteigert. Der Halbjahresüberschuss des im Nemax 50 gelisteten Unternehmens habe sich jedoch mit 2,8 Mill. Euro um zwölf Prozent verschlechtert.

QS Communications notierte im vorbörslichen Handel sogar 15 % fester. Der Anbieter von breitbandigen Internetzugängen hat im zweiten Quartal 2001 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorquartal nach vorläufigen Zahlen um 34 % auf über sieben Mill. Euro gesteigert. Der Halbjahresumsatz sei mit 12,3 Mill. Euro mehr als doppelt so hoch ausgefallen wie die Gesamtjahreserlöse im Jahr 2000.

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