Neue Umfrage: Dax-Sentiment: Leitet der Crash Bärenmarkt ein?

Neue Umfrage
Dax-Sentiment: Leitet der Crash Bärenmarkt ein?

Kommt es nun am Aktienmarkt zu einem langfristigen Trendwechsel? Mit einer Antwort auf diese Sonderfrage im Rahmen des wöchenlichen Dax-Sentiments von Handelsblatt.com und Postbank wollen wir Ihnen eine Orientierung für die weitere Entwicklung an der Börse geben. Am vergangenen Montag hatte Sentiment-Experte Thomas Theuerzeit eine Gegenbewegung für diese Woche vorhergesagt.

DÜSSELDORF. Die Auswertung von Thomas Theuerzeit lautete am vergangenen Montag: "Es bleibt festzuhalten, dass die jüngsten Kursverluste noch einmal auf die mittelfristige Stimmung drücken, jedoch im kurzfristigen Stimmungsbild erste Anzeichen einer möglichen Stabilisierung auszumachen sind. Aktuell herrscht Panik an den Börsen – die mediale Begleitung ist entsprechend groß und damit ist diese Botschaft bei den Investoren nun vollends angekommen. Auch wenn es letzte Woche noch zu früh für eine Gegenbewegung war – in dieser Woche sind die Chancen darauf hoch."

Die Gegenbewegung am vergangenen Donnerstag fiel heftig aus. Um mehr als fünf Prozent stieg der Dax auf über 6 850 Zähler. In den Tagen vorher gab es deutliche Verluste. Am Montag verlor der Dax mehr als sieben Prozent. Am Donnerstag rutschte der deutsche Leitindex unter die Marke von 6 400 Zählern. Erst bei 6 384 Punkten stiegen die Kurse wieder.

Nun wollen wir von Ihnen wissen: Kommt es nun am Aktienmarkt zu einem langfristigen Trendwechsel? Ihre Anworten auf diese Frage wertet Thomas Theuerzeit von der Postbank aus. Zusammen mit drei weiteren Standardfragen wird die aktuelle Stimmung an der Börse ermittelt. Die Ergebnisse geben Ihnen eine Orientierung bei Ihrer Geldanlage.

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Die Umfrage startet jeden Donnerstag um 16 Uhr und endet am Sonntag um 18 Uhr. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt.com zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilnehmen, und eine, wann die Experten-Auswertung im Laufe des Montags auf Handelsblatt.com zu lesen ist. Auszüge der Auswertung können Anleger dann auch in den Marktberichten auf der Handelsblatt-Website lesen.

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Was kann man von Sentimentanalysen lernen? Anleger kennen die alte Börsenweisheit: „Buy on bad news“ und „Sell on good news“. Was übersetzt heißen soll: Ist die Stimmung gut, sollte man Aktien verkaufen, ist hingegen die Stimmung schlecht, sollte man sie eher kaufen. Eben ganz im Sinne der gegensätzlichen Meinung („Contrarian-Theory“). Diese Theorie geht davon aus, dass die allgemeine Meinungsbildung über Markttendenzen falsch ist.

Grundidee ist, dass in einer euphorischen Börsenstimmung die meisten Anleger bereits investiert sind und so nur noch wenig Liquidität für weitere Kurssteigerungen vorhanden ist. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.

„Doch so einfach ist es leider nicht immer“ sagt Theuerzeit. Klassische Stimmungsindikatoren sind oftmals verzerrt und liefern daher nur begrenzt eine sinnvolle Indikation. Es gilt, diese Verzerrungen herauszufiltern um ein mögliches „realitätsnahes Stimmungsbild“ zu erhalten.

Hier helfen beispielsweise zusätzliche Informationen wie, von welchen Themen werden Anleger derzeit geleitet - sind sie aktuell im Markt investiert und welchen Zeithorizont bevorzugen sie? „Diese werden diese Erkenntnisse im Sinne der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse („Behavioral Finance“) erforscht und liefern eine weitere Hilfestellung, um die Märkte transparenter zu machen“, sagt Theuerzeit.

» Zur ausführlichen Sentiment-Auswertung vom 21. Januar 2008

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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