Neue Umfrage
Dax-Sentiment: Wie weit geht der Anstieg noch?

Der Dax hat seit Montag in der Spitze um mehr als 350 Punkte zugelegt. Setzt sich der Anstieg fort, oder geht dem Anstieg die Luft aus? Eine Antwort kann Ihnen das Dax-Sentiment geben, eine Umfrage auf Handelsblatt.com in Zusammenarbeit mit der Postbank. Diesmal gibt es eine Sonderumfrage: Auf welche Branche setzen Anleger nun?

DÜSSELDORF. Das Fazit des Sentiment-Experten Thomas Theuerzeit am vergangenen Montag lautete: "Die Bereitschaft für Neuengagements ist jedenfalls, den Daten ... zufolge, deutlich gestiegen. Nun müssen der Bereitschaft aber auch Taten folgen. Ein positiver Grundbias ist zum jetzigen Zeitpunkt vorhanden und von überhitzter Stimmung kann auch noch keine Rede sein."

Mit dieser Einschätzung lag Theuerzeit richtig. Der Dax stieg vom Tiefpunkt am Montag von 6 429 Punkten in der Spitze auf 6 806 Zählern am Donnerstag. Danach musste der deutsche Leitindex aber wieder einige Punkte abgeben.

Damit wurde auch diese Woche erneut das Ziel des Dax-Sentiments von Handelsblatt.com erreicht, Anlegern Anhaltspunkte dafür zu liefern, wie sich der Dax kurzfristig weiterentwickeln könnte.

Und wie geht es weiter? Setzt der Dax seinen Aufstieg fort, oder peilt er wieder tiefere Regionen an? Machen Sie mit beim neuen Dax-Sentiment und Sie erhalten anhand des Ergebnisses und die anschließende Auswertung durch den Sentiment-Experten Thomas Theuerzeit eine Orientierung bei Ihrer Geldanlage.

» Machen Sie diesmal mit! Hier geht es zur aktuellen Umfrage

Jeder kann bei dem „Dax-Sentiment“ mitmachen. Es müssen lediglich drei Standardfragen beantwortet werden. Zuästzlich gibt es diesmal eine Sonderumfrage: Welcher Branche wird das höchste Potenzial zugebilligt?

Die Umfrage startet jeden Donnerstag um 16 Uhr und endet am Sonntag um 18 Uhr - anschließend können Leser sofort die Ergebnisse sehen. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt.com zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilnehmen, und eine, wann die Experten-Auswertung im Laufe des Montags auf Handelsblatt.com zu lesen ist. Auszüge der Auswertung können Anleger dann auch in den Marktberichten auf der Handelsblatt-Website lesen.

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Was kann man von Sentimentanalysen lernen? Anleger kennen die alte Börsenweisheit: „Buy on bad news“ und „Sell on good news“. Was übersetzt heißen soll: Ist die Stimmung gut, sollte man Aktien verkaufen, ist hingegen die Stimmung schlecht, sollte man sie eher kaufen. Eben ganz im Sinne der gegensätzlichen Meinung („Contrarian-Theory“). Diese Theorie geht davon aus, dass die allgemeine Meinungsbildung über Markttendenzen falsch ist.

Grundidee ist, dass in einer euphorischen Börsenstimmung die meisten Anleger bereits investiert sind und so nur noch wenig Liquidität für weitere Kurssteigerungen vorhanden ist. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.

„Doch so einfach ist es leider nicht immer“ sagt Theuerzeit. Klassische Stimmungsindikatoren sind oftmals verzerrt und liefern daher nur begrenzt eine sinnvolle Indikation. Es gilt, diese Verzerrungen herauszufiltern um ein mögliches „realitätsnahes Stimmungsbild“ zu erhalten.

Hier helfen beispielsweise zusätzliche Informationen wie, von welchen Themen werden Anleger derzeit geleitet - sind sie aktuell im Markt investiert und welchen Zeithorizont bevorzugen sie? „Diese werden diese Erkenntnisse im Sinne der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse („Behavioral Finance“) erforscht und liefern eine weitere Hilfestellung, um die Märkte transparenter zu machen“, sagt Theuerzeit.

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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