Neue Umfrage
Obama überwindet Kluft zwischen Schwarz und Weiß nicht

US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama ist es noch nicht gelungen, schwarze und weiße Amerikaner hinter sich zu bringen. Laut einer neuen Umfrage schneidet Obama immer noch deutlich besser bei den schwarzen als bei den weißen US-Bürgern ab.

HB WASHINGTON. US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama ist es einer Umfrage zufolge bisher nicht gelungen, den Graben zwischen schwarzen und weißen Amerikanern zu schließen.

Der afroamerikanische Senator aus Illinois erhält demnach von 83 Prozent der Schwarzen Zuspruch, kommt aber nur bei 31 Prozent der Weißen gut an, wie die am Dienstag veröffentlichte Erhebung von CBS und der „New York Times“ ergab. 59 Prozent der Schwarzen schätzen demnach den Stand der Rassenbeziehungen in den USA als allgemein schlecht ein. Von den Weißen sah dies nur etwa ein Drittel ähnlich.

39 Prozent der Schwarzen sagten dagegen, es habe keine wirklichen Fortschritte im Kampf gegen Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe gegeben. Dem stimmten wiederum nur 17 Prozent der Weißen zu. Von ihnen gaben 27 Prozent an, es werde zu viel Aufhebens um Probleme der Schwarzen gemacht. Dagegen werden nach Einschätzung der Hälfte der Schwarzen die Hürden, denen sie sich ausgesetzt sähen, nicht genug thematisiert.

Nur in einem Punkt waren sich weiße und schwarze Amerikaner weitgehend einig: Die USA sind bereit, einen schwarzen Präsident zu wählen. Das gaben 65 Prozent der schwarzen und 70 Prozent der weißen Befragten an.

Nichtsdestotrotz dürfte die Gesamtumfrage für Ernüchterung im Obama-Lager sorgen. Im Vorwahlkampf hatte der 46-Jährige immer wieder betont, dass es ihm darum gehe, die wegen einer Vielzahl von Streitpunkten tiefgespaltene Nation zu einen.

Im direkten Vergleich mit seinem Kontrahenten John McCain verbuchte er gleichwohl einen Erfolg: Laut einer neuen Erhebung von ABC News und der "Washington Post" schnitt er landesweit in der Gunst eingetragener Wähler mit 50 Prozent acht Punkte besser ab als sein Rivale. Zudem trauten deutlich mehr Wähler Obama zu, die angeschlagene Wirtschaft in den Griff zu bekommen. Die schwache Konjunktur ist mittlerweile das Wahlkampfthema Nummer eins in den USA und McCain ist - den "New York Times" zufolge - in der Einschätzung vieler Wähler zu sehr an Präsident George W. Bush und seine umstrittene Wirtschafts- und Irakpolitik gebunden. Abgestimmt wird Anfang November. George Bush darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

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