Neue US-Vermittlungsmission überschattet
Drei Tote bei Palästinenser-Anschlag in Nord-Israel

Während die USA einen neuen Vermittlungsversuch im Nahost-Konflikt unternehmen, sind am Dienstag bei einem Anschlag zweier bewaffneter Palästinenser in der nordisraelischen Stadt Afula mindestens ein Israeli getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Beide Täter seien von der Polizei erschossen worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Fünf der Opfer erlitten lebensgefährliche Verletzungen.

dpa JERUSALEM/AFULA. Die Männer hatten den Berichten zufolge auf dem zentralen Busbahnhof in der Stadt das Feuer eröffnet und wild um sich geschossen. Anschließend gingen die Täter über einen belebten Markt und schossen mit Schnellfeuergewehren minutenlang weiter auf Passanten und in Geschäfte, bis sie von Polizisten getötet wurden. Erste Berichte von einem flüchtigen dritten Täter konnten zunächst nicht bestätigt werden.

Der Anschlag überschattete den Beginn der Vermittlungsmission der US-Gesandten Anthony Zinni und William Burns. Die Nachricht von dem neuen Anschlag erreichte den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon während Gesprächen mit den beiden Unterhändlern.

Als Geste des guten Willens hatte Israel in der Nacht zum Dienstag seine Truppen aus der Palästinenserstadt Dschenin abgezogen. Damit räumte Israel die letzte von insgesamt sechs Städten, die es vor sechs Wochen nach dem Mord an dem israelischen Tourismusminister Rechawam Seewi teilbesetzt hatte.

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