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Neue Woche, neues Glück

Für Computerwerte und ihre Artverwandten ist Erholung in Sicht. Nachdem Werte wie Cisco, EMC und Oracle vergangene Woche Kurseinbußen bis zu 20 Prozent einstecken mussten, dürften sie heute wieder gefragt sein. Microsoft und Intel notieren vorbörslich ebenfalls im Plus. Anleger habe sich besonnen und dürften die Kurse zum Einstieg nutzen. Doch während die Futures am frühen Morgen noch zuversichtlicher auf eine freundliche Eröffnung deuteten, notiert der Eröffnungsindikator des Nasdaq als auch des Dow Jones Index kurz vor Handelsstart in der Verlustzone.

Einen Dämpfer erhält die morgendliche Zuversicht auch durch Kommentare von Goldman Sachs. Die Analysten des Brokerhauses sehen so schnell keine prompte Erholung der Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte. Anleger sollten sich auf einen langsameren Aufschwung einstellen. Weiterhin sinkende Konsumausgaben, rückläufige Unternehmensinvestitionen und die schwierige Lage der verarbeitenden Industrie machen eine Erholung in Kürze unwahrscheinlich.



Enttäuschende Quartalszahlen von Pharmacia dürften den Pharmasektor am Morgen unter Druck setzten. Der Konzern musste im vierten Quartal einen Gewinneinbruch in Höhe von 45 Prozent hinnehmen. Auch das Umsatzwachstum bei Kassenschlager Celebrex, einem Schmerzmittel, von 55 Prozent konnte nicht helfen. Der Gewinn fiel aufgrund von Fusionskosten von 284 Millionen Dollar oder 22 Cents pro Aktie im Vorjahr auf 157 Millionen Dollar oder elf Cents pro Aktie. Dennoch zuversichtlich zeigt sich die Unternehmensleitung für das laufende Geschäftsjahr. Der Gewinn soll um 20 Prozent steigen.



Vorbörslich weniger erfreut zeigen sich die Anleger über Schlumbergers Expansionsaktivitäten. Das weltweit zweitgrößte Öl-Service-Unternehmen wird die englische-französische Sema Gruppe für rund 5,3 Milliarden Dollar übernehmen. Damit wird Schlumberger rund 18 Prozent mehr bezahlen, als Sema am Freitagsschlusskurs wert war. Durch den Kauf plant Schlumberger die Bereiche Technologie und Computing auszubauen. Das IT-Unternehmen ist auf die Integrierung von Computersystemen spezialisiert und hatte vergangenes Jahr die deutsche LHS gekauft. Die Aktie von Sema gewinnt vorbörslich an Wert.



Für Bewegung sorgt am Morgen eine neue Arbeitskampfrunde auf dem Flugsektor. Nachdem Delta Airlines bereits vergangene Woche unter Spekulationen über eine weitere Streikrunde der Piloten an Wert verlor, gerät Northwest zum Wochenauftakt unter Druck. Ein Kampf zwischen der Fluggesellschaft und Mechanikern könnte in einem Streik enden. Mit einer Arbeitsniederlegung ist bei dem verreist vier Jahre andauernden Streit nicht zu rechnen. Die Aktie von Northwest Airlines verliert vorbörslich an Wert.



Wie Balsam auf Amazons Wunden dürfte am Morgen eine Studie von Brokerhaus Credit Suisse wirken. Laut einer Studie des Hauses sei Amazons Liquidität noch bis Ende des laufendne Jahres gewährleistet. Die Credit Suisse First Boston empfiehlt die Aktie weiterhin zum "Kauf".

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