Neue Zugangssoftware von T-Online
T-Online will für Content-Angebote kassieren

Die Frage der Inhalte für neue elektronische Medien rückt bei der Internationalen Funkausstellung (IFA) zunehmend in den Mittelpunkt.

ddp BERLIN. Die Telekom-Tochter T-Online kündigte am Montag auf der IFA in Berlin an, dass T-Online künftig für seinen Content Bares verlangen werde. Mit dem Thema "Datenschutz und geistiges Eigentum im Internet" befasste sich ein Symposium des Berliner Datenschutzbeauftragten Hansjürgen Garstka.

Garstka forderte, dass bei der digitalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte in elektronischen Diensten dem Schutz der Persönlichkeitsrechte ein hoher Stellenwert eingeräumt werden müsse. Der weltweit größte Halbleiterhersteller Intel stellte unterdessen offiziell seinen neuen Pentium-4-Prozessor mit einer Taktrate von zwei Gigahertz (GHz) vor (mehr dazu). Intel ist in diesem Jahr erstmals auf der IFA vertreten.

Das für T-Online zuständige Telekom-Vorstandsmitglied Kai-Uwe Ricke sagte, hochwertiger Content werde in Zukunft mit unterschiedlichen Preismodellen unterlegt sein. Die Branche sei sich einig, dass die Zeit kostenloser Internet-Informationen zu Ende gehe. Mit T-Motion Plus werde die Telekom-Tochter noch in diesem Jahr die ersten Content-Angebote auf Abo-Basis einführen. T-Mobile plant, die Netze der Tochterfirmen zu einem einheitlichen paneuropäischen Mobilfunknetz zu verbinden. Zugleich sollen bis Ende 2002 die nationalen Marken verschwinden und einheitlich unter dem Namen T-Mobile auftreten, wie Ricke betonte.

Neue Zugangssoftware von T-Online

Zudem setzt T-Online weiter auf Partnerschaften. Nachdem auf der IFA am Samstag die Nachrichten des ZDF online gegangen waren, verkündete T-Online-Marketingvorstand Burkhard Graßmann eine Partnerschaft mit der Motor Presse Stuttgart, die etwa die Zeitschrift Auto-Motor-Sport herausgibt. Auf der IFA stellt T-Online auch die neue Zugangssoftware 4.0 vor, mit der die Installation "zum Kinderspiel" werden sollte, versprach Graßmann.

Nach Ansicht des Berliner Datenschutzbeauftragten Garstka ist durch das Internet der Schutz der Urheberrechte bislang nicht ausreichend gewährleistet. Rechteinhaber und Verwertungsgesellschaften sähen sich oftmals nicht in der Lage, entsprechende Gebühren einzutreiben. Um diese ökonomischen Interessen wahrzunehmen, werde an einer Reihe von Lösungsmöglichkeiten gearbeitet. Die Palette reicht von der Erhebung pauschaler Entgelte beispielsweise beim Kauf von PC oder CD-Brenner bis hin zur Speicherung von Identifikationsmerkmalen der Nutzer, so genannten Digitalen Copyright-Management-Systemen. Bei letzteren gebe es die Tendenz, dass jede einzelne Nutzung registriert und abgerechnet werde.

Dadurch könne jedoch eine "Datenspur" entstehen, die über das Konsumverhalten des Betroffenen Aufschluss gibt, warnte Garstka. Es müssten deshalb solche Systeme entwickelt werden, die möglichst keine oder nur wenige personenbezogenen Daten erheben. Als Option sollten Nutzer die Transaktion anonym oder unter einem Pseudonym abwickeln können.

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