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Neuem NRW-Staatssekretär Hartmut Krebs droht Ermittlungsverfahren

dpa DÜSSELDORF. Dem umstrittenen neuen NRW-Staatssekretär Hartmut Krebs (SPD) droht ein Ermittlungsverfahren. Die Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Es bestehe der Anfangsverdacht in Richtung Betrug oder ähnlicher krimineller Handlungen, schreibt das Blatt unter Berufung auf die Behörde.

Der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionschef Jürgen Rüttgers forderte Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) am Sonntag auf, die Berufung des früheren Düsseldorfer Messechefs und Clement-Freund Krebs zurück zu nehmen. Dieser sei als Behördenchef untragbar geworden. Krebs war vor seinem Wechsel zur Messe Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und damit an den Entscheidungen zur Förderung des digitalen Trickfilmzentrums Oberhausen beteiligt. Umstritten war dabei, ob mehr als 100 Mill. DM an öffentlichen Geldern rechtmäßig in das Technologieprojekt geflossen waren.

Der 54-jährige Krebs hatte den Posten als Messechef nach schweren Verlusten des Unternehmens verlassen müssen. Clement berief den 54- jährigen Volkswirt vergangene Woche zum Nachfolger von Wolfgang Lieb (56) als Staatssekretär ins Bildungsministerium. Krebs soll die Verantwortung für die Bereiche Wissenschaft und Forschung übernehmen. Lieb wurde zum 1. Juli in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Krebs hatte angekündigt, der Messe sein Staatssekretärs-Gehalt zu überweisen, solange er von der Messegesellschaft Entschädigungszahlungen erhalte. Rüttgers kritisierte, dass Krebs damit von seiner Abfindung in Millionenhöhe die Hälfte der Summe offenkundig behalten wolle.

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