Neuemission Schott Solar
„Yes we can!“

Viel Geld haben Börsenkandidaten in der Vergangenheit für Promis ausgegeben, die die Aktie bei Anlegern anpreisen sollten. All das um Meilen getoppt und dazu noch umsonst hat nun Schott Solar, deren Börsengang wohl am 19. September über die Bühne gehen wird.
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Viel Geld haben Börsenkandidaten in der Vergangenheit für Promis ausgegeben, die die Aktie bei Anlegern anpreisen sollten. Noch am besten in Erinnerung sind Manfred Krug bei der Telekom, die Gottschalk-Brüder bei der Post und Johannes B. Kerner bei Air Berlin. All das um Meilen getoppt und dazu noch umsonst hat nun Schott Solar, deren Börsengang wohl am 19. September über die Bühne gehen wird. Vergangenen Freitag hat kein geringerer als der demokratische Präsidentschaftskandidat der USA, Barack Obama, deren Werk im Albucherque im Bundesstaat New Mexico. Fünf Stunden war Obama dort, hat sich alles zeigen lassen und dabei in einer einstündigen Rede die Wichtigkeit der Solarenergie für die USA der Zukunft propagiert. Das alles war live zu sehen beim Nachrichtensender CNN, der übertrug und dabei auch oft genug das Schott-Logo ins Bild rückte.

Es ist diese typische Win-Win-Situation, die Präsidentschaftskandidat und Börsenkandidat so nahe bringt. Das Unternehmen aus dem unterfränkischen Alzenau kann sich natürlich keinen besseren - wenn auch unfreiwilligen - Werbebotschafter vorstellen. Und der Präsidentschaftskandidat sonnt sich gerne im Glanz derer, die innovativ sind, zur Unabhängigkeit von Öl und Gas aus unsicheren Regionen beitragen und dazu als ausländische Unternehmen noch tausende Arbeitsplätze in strukturschwachen Gegenden der USA schaffen. Natürlich werde er solche Unternehmen weiter unterstützen, wenn er erst Präsident ist, sagte Obama. Dass die Aktie von Schott Solar ob solch namhafter "Supporter" der Börsengang gelingen wird, darf angenommen werden. Das wäre vermutlich auch ohne denn Besuch des Kandidaten der Fall gewesen. Starke Wachstumszahlen und dazu noch die Trumpfkarte "Solarthermie", also große Solarkraftwerke, die die Kraft der Sonne zuerst in Wärme und dann bei Bedarf in Strom verwandeln können, dürften genügend Anleger trotz turbulenter Börsenzeiten anziehen.

Spannend bleibt nur die Frage, ob vom Management bei der Erstnotiz am 19. September der Satz "Yes, we can" kommt.

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