Neuentwicklung könnte vor Erblindung retten
Künstliche Hornhaut

Menschen, deren Hornhaut verletzt, trüb oder undurchsichtig ist, könnte in Zukunft eine neu entwickelte künstliche Hornhaut helfen.

ks DÜSSELDORF. Celia Hicks und ihr Team vom Lions Eye Institute im westaustralischen Perth haben nach sieben Jahren intensiver Suche eine Kunststoffmischung gefunden, aus der sich eine solche synthetische Cornea herstellen lässt. Chirila Kpro, so der Name der Ersatzhornhaut, sieht aus wie eine weiche Kontaktlinse. Sie wird in das Auge von Erkrankten eingepflanzt, nachdem die unbrauchbar gewordene Hornhaut entfernt wurde. Nach den bisherigen Erfahrungen wird der Kunststoff vom Körper akzeptiert. Bei 80 Prozent der bisher 41 behandelten Patienten wuchs das Implantat problemlos ein.

Die Neuentwicklung könnte jene Menschen vor dem Erblinden retten, die Transplantate von Verstorbenen nicht vertragen. Solche Operationen werden in Deutschland einige 1 000 Mal, weltweit etwa 100 000 Mal pro Jahr ausgeführt. Einzige Alternative ist derzeit ein Implantat aus Acrylglas, das oft Entzündungen auslöst oder sogar abgestoßen wird.

Quelle: WirtschaftsWoche

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