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Neuer Anlauf für Welthandelsrunde - Rahmenabkommen geplant

(dpa-AFX) Genf - Nach der gescheiterten Ministerkonferenz in Cancun (Mexiko) hat die Welthandelsorganisation (WTO) am Dienstag in Genf einen neuen Anlauf genommen, um sich auf Richtlinien für eine weitere Liberalisierung zu einigen. Bis zu diesem Freitag wollen die 147 WTO-Mitgliedsstaaten den politischen Rahmen für die weiteren Verhandlungen abstecken. Damit soll der 2001 in Doha (Katar) eingeleiteten Welthandelsrunde wieder Schwung verliehen werden. Ein solches Zwischenabkommen hätte schon im September 2003 in Cancun erreicht werden sollen.

(dpa-AFX) Genf - Nach der gescheiterten Ministerkonferenz in Cancun (Mexiko) hat die Welthandelsorganisation (WTO) am Dienstag in Genf einen neuen Anlauf genommen, um sich auf Richtlinien für eine weitere Liberalisierung zu einigen. Bis zu diesem Freitag wollen die 147 WTO-Mitgliedsstaaten den politischen Rahmen für die weiteren Verhandlungen abstecken. Damit soll der 2001 in Doha (Katar) eingeleiteten Welthandelsrunde wieder Schwung verliehen werden. Ein solches Zwischenabkommen hätte schon im September 2003 in Cancun erreicht werden sollen.

Zu der Konferenz werden nach Angaben von WTO-Sprecher Keith Rockwell zwischen 25 und 35 Minister erwartet. Die EU-Außen- und-Wirtschaftsminister waren am Vortag in Brüssel zu einem Sondertreffen zusammengekommen, um eine gemeinsame Position festzulegen. Dabei standen dem Vernehmen nach Agrarfragen im Mittelpunkt. EU-Handelskommissar Pascal Lamy wird am Mittwoch in Genf erwartet.

Den Teilnehmern liegt ein Vorschlag vom Präsidenten des WTO-Generalrats, Shotaro Oshima, vor. Das Dokument umfasst Themen wie Subventionsabbau für Agrarprodukte, Zollsenkungen für Industriegüter oder Öffnung der Märkte für Dienstleistungen. Damit sollen die Handelschancen der Entwicklungsländer verbessert werden.

Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Uschi Eid, hat an die Oecd-Staaten appelliert, klare Signale für den Abbau von Agrar-Exportsubventionen zu geben. Es dürften nicht weiter Agrarprodukte subventioniert werden, die in Konkurrenz zu Erzeugnissen aus den ärmsten Ländern stünden, sagte Eid am Dienstag im "Deutschlandradio Berlin". Das betreffe zum Beispiel den Baumwollexport. Sie kritisierte, dass bisher seitens der Industrieländer kein klares Signal für einen Zollabbau gegeben worden sei.

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