Neuer Chef bei Jenoptik
von Witzleben ist der Mann nach Lothar Späth

Alexander von Witzleben ist für die Prognosen des Jenaer Technologiekonzerns Jenoptik zuständig. Konzernlenker Lothar Späth (65) hält sich beim Ausblick in die Zukunft zurück. Schließlich will der Vorstandschef das Steuer bei der nächsten Hauptversammlung der Jenoptik AG am 18. Juni an den 26 Jahre jüngeren Manager abgeben.

HB/dpa JENA. Seit Jahren ist von Witzleben als Finanzvorstand seine rechte Hand. Späth hatte sich früh für ihn als Nachfolger entschieden. Seit einem Jahr ist der Volks- und Betriebswirt, der 1993 nach Jena kam und seit 1997 Vorstandsmitglied ist, im Wartestand. Er soll in einer nicht ganz leichten Situation nach kräftigen Einbrüchen im Jenoptik - Geschäft vor allem für Stabilität sorgen. Schließlich hat von Witzleben einige Höhen und Tiefen in Jena erlebt. Es dauerte Jahre, bis der aus konkursreifen Resten des DDR-Kombinats Zeiss gegründete Konzern mit 10 000 Angestellten seine heutige Struktur hatte: zwei Industriesparten Anlagenbau/Gebäudemanagement und Optoelektronik. "Witzleben kennt das Unternehmen wie kaum ein anderer", heißt es in Jena. Der 65-jährige Späth hält ihn für "total belastbar".

Sein Nachfolger muss dafür sorgen, dass 2002 keine "Wachstumsdelle" bleibt. Späth hat schon lange viel an den Jüngeren delegiert. "Ich bin zwar da, kümmere mich aber nicht im Detail um das operative Geschäft." Der neue Jenoptik-Chef will sich eine Doppelrolle aufbürden und weiter auch die Finanzen im Blick behalten.

Von Witzleben, der vor Jenoptik bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in München arbeitete, lebt mit Frau und zwei Kindern in Thüringen. Geboren wurde er in Hamburg.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%