Neuer Chef im Amt
Chrysler vor harter Sanierung

HB STUTTGART/NEW YORK. Der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche soll den krisengeschüttelten US-Autohersteller gründlich sanieren und neu aufstellen. Zetsche wird sich bereits heute in der Chrysler-Zentrale in Auburn Hills, USA, vorstellen. Der deutsche Chrysler-Chef war am Freitag vom Aufsichtsrat des Daimler-Chrysler-Konzerns einstimmig bestimmt worden. Gleichzeitig hatte Daimler-Chrysler eine erneute Gewinnwarnung ausgegeben. Vor dem Hintergrund einer sich verlangsamenden Autokonjunktur in den USA dämpfte das Unternehmen die Erwartungen auch für 2001. Der Kurs der Daimler-Chrysler-Aktie sackte daraufhin auf ein Allzeittief und konnte sich später nur leicht erholen.

Der Aufsichtsrat erteilte Zetsche einen weitreichenden Sanierungsauftrag. Nach einer "schonungslosen Bestandsaufnahme" soll Zetsche Anfang 2001 einen konkreten Sanierungsplan vorlegen. Dabei wird der Vertriebsfachmann Zetsche von Wolfgang Bernhard unterstützt. Der bisherige Geschäftsführer der Tuning-Tochter Mercedes AMG - wird das Tagesgeschäft bei Chrysler verantworten. Zetsches Vorgänger, der Amerikaner James Holden, verlässt den Konzern "mit sofortiger Wirkung".

Analysten meldeten sich überwiegend skeptisch zu Wort. "Die Unsicherheit, was bei Chrysler wirklich passiert, ist extrem groß", sagte Christian Breitsprecher von der Deutschen Bank.

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