Neuer CLK soll Marktanteil des Vorgängers behaupten
Hubbert: Aufstockung bei Mitsubishi unnötig

Mercedes-Chef Jürgen Hubbert hält die Übernahme einer Mehrheit bei dem japanischen Autohersteller Mitsubishi Motors durch Daimler-Chrysler für unnötig.

Reuters LYON. "Wir haben alles erreicht, was wir erreichen wollten", sagte Hubbert am Dienstagabend im französischen Lyon mit Blick auf die Berufung von Daimler-Manager Rolf Eckrodt zum Mitsubishi-Chef. Es gebe keinen Vorstandsbeschluss bei Daimler-Chrysler, den Anteil von 37 % auf eine Mehrheit aufzustocken, betonte der Mercedes- und Smart-Markenvorstand bei einer Präsentation des neuen Coupes CLK.

Der deutsch-amerikanische Autokonzern hat die Option, seine Beteiligung an Mitsubishi bis 2003 weiter aufzustocken. Zuletzt hatte Vorstandschef Jürgen Schrempp schwarze Zahlen und einen weitgehenden Abbau der rund 13 Mrd. ? Schulden bei dem japanischen Konzern als Voraussetzung für eine Übernahme der Mehrheit genannt.

Für Mitsubishi, die US-Tochter Chrysler und den koreanischen Partner Hyundai will der Konzern einen gemeinsamen Vierzylinder- Benzinmotor entwickeln. Die Gespräche hierüber liefen bereits, sagte Hubbert. Mercedes-Fahrzeuge sollten mit dem Aggregat aber nicht ausgestattet werden. Hyundai baut derzeit ein Werk in den USA, nahe beim DaimlerChrysler-Standort in Tuscaloosa (Alabama).

Mit dem im März neu auf den Markt gekommenen CLK-Coupe will Mercedes den Marktanteil des Vorgängermodells halten. "Wir sind zuversichtlich, dass wir an den Erfolg anknüpfen können", sagte Hubbert. Vom alten CLK waren seit 1997 rund 230 000 Exemplare verkauft worden, in seinem Segment hatte er nach Berechnungen von Mercedes damit 30 % Marktanteil. Im vergangenen Jahr habe Mercedes mehr Coupes verkauft denn je.

Der in sechs Motor-Varianten angebotene CLK hat mit einem Durchschnittsalter von rund 50 Jahren die älteste Käufergruppe der Stuttgarter. Zwei Drittel der Fahrzeuge sollen in Europa ausgeliefert werden, 20 % in Deutschland. Er hoffe, den Frauenanteil unter den Fahrern auf 25 von 20 % steigern zu können, sagte der Mercedes-Chef. In diesem Jahr will Mercedes nach Angaben eines Sprechers bis zu 38 000 CLK-Coupes bauen, im ersten vollen Jahr 2003 seien 52 000 geplant, im Bedarfsfall aber bis zu 50 000 möglich. Der größere SLK erlebt 2004 seine Neuauflage. Ausschließen wollte Hubbert auch ein Coupe auf der Basis der E-Klasse nicht. "Uns fällt noch eine Menge ein", sagte er.

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