Neuer Durchleitungsvertrag
Ab Oktober gibt es "sauberen Strom" in Ostdeutschland

Stromversorger Veag und Greeenpeace energy bieten trotz Braunkohleschutzklausel Ökostrom aus erneuerbaren Energien an.

adx HAMBURG/BERLIN.Das größte ostdeutsche Stromversorger Veag und der Öko-Stromhändler Greenpeace energy haben vereinbart, ab Oktober "sauberen Strom" durch das Veag-Übertragungsnetz zu leiten. Damit können Bürger in den neuen Ländern erstmals rund um die Uhr Ökostrom beziehen, der weder aus Atom- noch aus Kohlekraftwerken stammt, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Bisher hatte die Vereinigten Energiewerke AG (Veag) mit Verweis auf die bestehende Braunkohle-Schutzklausel eine Durchleitung nicht zugelassen. Diese Klausel sichert die Produktion von Strom aus ostdeutscher Braunkohle. Aus dieser stammen 90 % des Veag-Stroms.

Der Ökostrom könne trotz der Braunkohleschutzklausel durchgeleitet werden, da der Greenpeace-energy-Strom nach den Bestimmungen des Energiewirtschaftsgesetzes besonders zu fördern sei, heißt es zu dem nach eingehenden Gesprächen unterzeichneten Vertrag. Denn mindestens 50 % dieses Stroms werden laut Greenpeace aus erneuerbaren Energien gewonnen und maximal 50 % aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen.

Ein zusätzliches Argument für die Durchleitung sei die praktizierte Herkunftsprüfung und Qualitätskontrolle des Stroms durch Greenpeace energy, heißt es. Für die Gewährung der Durchleitung spreche auch die Verpflichtung des Ökostrom-Händlers, seine Kunden nach spätestens drei Jahren mit Strom aus neu errichteten, regenerativen Erzeugungsanlagen zu versorgen.

Der Vertrag soll zum 1. Oktober wirksam werden. Mit den örtlichen Netzbetreibern sollen jetzt Durchleitungsverträge für die bisher gut 300 Kunden von Greenpeace energy im Gebiet der Veag geschlosen werden. Die Einkaufs- und Produktionsgenossenschaft Greenpeace energy, die seit Jahresbeginn als Ökostrom-Händler tätig ist, hat nach eigenen Angaben zur Zeit bundesweit 9.000 Kunden.

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