Neuer Hoffnungsträger bei der WestLB
Wahrer des Gleichgewichts: Thomas Fischer

Thomas Fischer hat der WestLB wieder Leben eingehaucht - mit seinen Fähigkeiten als Motivator, Visionär und nicht zuletzt auch als Banker.

Zunächst ist der Motivator gefragt, als Fischer Anfang des Jahres die Führung in Düsseldorf übernimmt. Der Ruf des einstigen Vorzeigeinstituts unter den öffentlichen Banken ist ramponiert, die Mitarbeiter verunsichert. Auf den neuen Chef setzen viele ihre Hoffnungen.

Fischer redet gleich Klartext, spricht "vom Dornröschenschlaf", in dem die Landesbanken schlummern. "Ohne Staatsgarantien beginnt erst der richtige Wettbewerb", dies hämmert Thomas Fischer allen ein - ob Mitarbeitern, Politikern oder Journalisten.

Dafür braucht die Bank ein akzeptables Rating. Der Banker Fischer erreicht hier sein Klassenziel. Dies gelingt allerdings nur, weil er die Sparkassen als Partner der WestLB gewinnt. Dafür hatte er immer wieder um die Unterstützung der Sparkassen geworben. Nach und nach überzeugte er viele Zweifler unter den mächtigen Sparkassenchefs, bisweilen in endlosen Nachtsitzungen. Schließlich stimmten sie einer Milliardenkapitalspritze und einem Sicherungsfonds zu.

Dabei hatte es lange geknirscht. Wiederholt hatte der geradlinige Fischer einzelne Manager vor den Kopf gestoßen. Er zeigte sich aber kritikfähig, wenn die Knackpunkte unter vier Augen besprochen wurden. Dadurch verhinderte er, dass die alten Gräben mit den Sparkassen-Chefs wieder aufrissen.

Unkompliziert gestaltete sich von Anfang an das Verhältnis zu NRW-Finanzminister Jochen Dieckmann, der ihn nach Düsseldorf geholt hatte. Mit der Politik und den Sparkassen im Rücken kann Fischer schließlich befreit die Erneuerung der Bank umsetzen. Rigoros baut er die erste und zweite Führungsriege der WestLB um. Verlierer sind dabei jene, die sich an alte Gepflogenheiten klammern.

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