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«Neuer» HSV im UI-Cup ganz alt

Villarreal (dpa) - Der «neue» Hamburger SV sah alt aus. Von der vermeintlich gewonnenen Offensivkraft des Fußball-Bundesligisten war beim 0:1 (0:0) beim FC Villarreal im Hinspiel des UI-Cup-Halbfinales nichts zu sehen.

Villarreal (dpa) - Der «neue» Hamburger SV sah alt aus. Von der vermeintlich gewonnenen Offensivkraft des Fußball-Bundesligisten war beim 0:1 (0:0) beim FC Villarreal im Hinspiel des UI-Cup-Halbfinales nichts zu sehen.

Auch mit den Millioneneinkäufen Emile Mpenza im Sturm und Daniel van Buyten in der Abwehr erinnerte das bereits verbal auf Höhenflüge getrimmte Team fatal an das Mittelmaß-Niveau der vergangenen Bundesliga-Saison. Zögerlich und ohne Selbstvertrauen, geradezu paralysiert verrichteten die Profis ihre bis kurz vor Mitternacht dauernde Arbeitseinheit.

Das einzig Positive an der verkorksten Dienstreise: Die Niederlage, die auf Grund der zahlreichen Möglichkeiten der agilen Spanier wesentlich höher hätte ausfallen müssen, ist reparabel. Noch haben die Hamburger gute Chancen auf das Erreichen des Finales (wahrscheinlich gegen Atletico Madrid) und den ersehnten Einzug in den Uefa-Cup. Ein Lichtblick: Die verletzten Sergej Barbarez und Tomas Ujfalusi werden bis zum Rückspiel am 4. August wohl fit sein.

Trainer Klaus Toppmöller, der während der Partie fluchend am Spielfeldrand umherlief und immer wieder verächtlich abwinkte, war restlos bedient von der Vorstellung seiner Mannschaft. «So kann man nicht Fußball spielen», konstantierte er kopfschüttelnd. «Ich habe nur eine Erklärung: Angst. Es ist und in keiner Phase gelungen, Chancen herauszuspielen.» Für das Rückspiel forderte er «Mumm und Mut».

Mehr Traute mahnte auch Torwart Martin Pieckenhagen an, der noch der beste Akteur bei den Hamburgern war und im Duell mit seinem Kollegen Stefan Wächter um die Nummer eins im Kasten die besseren Karten haben dürfte. «Wir haben ängstlich und nervös agiert», bekannte der Schlussmann. Auch Bernardo Romeo, der im UI-Cup-Viertelfinale gegen den FC Thun aus der Schweiz (2:2, 3:1) vier der fünf Hamburger Tore erzielt hatte, war geknickt. «Das war zu wenig von uns», meinte der Argentinier, der das zuvor heftige Interesse des FC Villarreal an seinen Torjäger-Qualitäten wohl nun selbst auf ein Minimum reduziert haben dürfte. «Ich will meinen Vertrag beim HSV bis 2006 erfüllen. Mit dem Kopf bin ich in Hamburg», sagte Romeo. Wo er mit dem Herzen ist, sagte er nicht.

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