Neuer Index von UBS und Gallup - Unzufriedenheit mit EZB-Politik: Europäische Anleger sind optimistisch

Neuer Index von UBS und Gallup - Unzufriedenheit mit EZB-Politik
Europäische Anleger sind optimistisch

Die privaten Anleger sehen trotz des Wirtschaftsabschwungs in Europa positiv in die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt der erstmals veröffentlichte "Index of Investor Optimism", der im Januar einen Wert von 40 erreichte nach nur vier Punkten bei der Pilotumfrage im Herbst 2001.

pk FRANKFURT/M. Grundlage sind die Antworten von 1 000 Privatanlegern in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien, die über ein Anlagevermögen von mindestens 10 000 Euro verfügen. Das Stimmungsbarometer wird im Rahmen eines Joint-Ventures zwischen der Investmentbank UBS Warburg und dem Meinungsforschungsinstitut Gallup erstellt und auf Monatsbasis veröffentlicht. Für die USA werde der Index bereits seit 1996 berechnet und zum Beispiel von der US-Notenbank berücksichtigt, sagte Peter Mohn von der Gallup Organization gestern in Frankfurt.

Wie aus der Januar-Umfrage weiter hervorgeht, rechnen 53 % der Anleger damit, dass die Kurse der europäischen Aktien in einem Jahr höher notieren werden, 36 % erwarten eine Stagnation an der Börse. Knapp die Hälfte ist der Meinung, dass der europäische Aktienmarkt derzeit unterbewertet ist. Die Renditeerwartung für die Wertpapierdepots wurde für die nächsten zwölf Monate mit 8,7 % ermittelt, im vergangenen Herbst waren es 7,9 %.

"Der Optimismus-Index ist als Frühindikator mit einem Vorlauf von zwei bis drei Monaten vor allem ein gutes Stimmungsbarometer für den privaten Konsum", erklärte Marc Büdenbender von der UBS Financial Services Group. Dagegen eignet sich der Index in Übertreibungsphasen der Börse eher als Kontraindikator, denn in den USA erreichte er im März 2000 seinen bisherigen Höchststand, also kurz vor der Tendenzwende nach unten.

Pro Monat werden auch aktuelle Themen aufgegriffen, im Januar war dies die Euro-Bargeldeinführung. Danach sehen 72 % der Befragten positive Effekte für die Wirtschaft in Europa, im Oktober 2001 waren es nur 54 %. Bezüglich der Geldpolitik stimmen zwar 52 % der amerikanischen Anleger dem Kurs von Fed-Chef Alan Greenspan zu, aber nur 28 % der Investoren in Europa halten die Politik der Europäischen Zentralbank für richtig.

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