Neuer Kanal geplant
Premiere schließt Programm-Vertrag mit MGM

Der angeschlagene PayTV-Sender Premiere hat sich den langfristigen Zugriff auf die Kinofilme von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) gesichert. "Die sieben Premiere-Kinos gewinnen damit weiter an Attraktivität", erklärte Senderchef Georg Kofler am Dienstag in München.

Reuters MÜNCHEN. Der Output-Deal sichere dem Abo-Sender sämtliche Kino-Filme von MGM. Darunter sei beispielsweise auch der neueste James Bond-Film "Stirb an einem anderen Tag". Der Vertrag mit MGM sehe darüber hinaus für das zweite Quartal 2003 den Start eines deutschsprachigen MGM-Kanals auf der Premiere-Plattform vor. Darüber hinaus hat Premiere auch bei Warner ein umfangreiches Filmpaket gekauft.

Zu den finanziellen Details wurden keine Angaben gemacht. Ein Sprecher des zeitweise von der Insolvenz bedrohten Unternehmens sagte aber: "Alle diese Deals sind so verhandelt, dass sie mit unserem Liquiditätsplan in Einklang stehen."

Eigener MGM-Kanal im zweiten Quartal 2003

Premiere kämpft seit der Insolvenz der Muttergesellschaft Kirch-Pay-TV ums Überleben und sucht nach neuen Investoren. Kofler will den Sender mit einem Sparkurs und neuen Geschäftsideen bis 2004 in die schwarzen Zahlen führen. Als entscheidend hat der im Frühjahr als Sanierer angetretene Senderchef dabei die Verhandlungen mit den Studios ausgemacht. Die zu weit überhöhten Preisen ausgehandelten Programmlieferverträge von Premiere gelten als Hauptgrund für die kritische Situation des einzigen deutschen PayTV-Senders. Nun hat Premiere innerhalb von wenigen Wochen den vierten neuen Vertrag mit einem großen US-Studio geschlossen.

Der Output-Deal mit MGM sehe eine flexible Bezahlung vor - abhängig unter anderem vom Kinoerfolg des jeweiligen Films sowie der Premiere-Kundenzahl. Im zweiten Quartal 2003 solle darüber hinaus ein deutschsprachiger MGM-Kanal auf Premiere rund um die Uhr Spielfilme zeigen. "Premiere Plus"-Abonnenten könnten diesen ohne Mehrkosten empfangen, andere Kunden müssten ihn einzeln bestellen. MGM werde auf dem Kanal Filme der 80er und 90er Jahre wie etwa "Terminator", aber auch Klassiker wie der "Der rosarote Panter" zeigen, hieß es.

Warner-Paket mit weiteren Kino-Hits eingekauft

Im Rahmen der Vereinbarung mit dem US-Studio Warner sicherte sich Premiere nach eigenen Angaben unter anderem die deutschen TV-Erstausstrahlungsrechte für "Harry Potter und der Stein der Weisen". Darüber hinaus seien Kino-Erfolge wie "Passwort: Swordfish" oder "Herr der Ringe - Die Gefährten" enthalten. Ein Teil der Filme werde bereits zu Weihnachten zu sehen sein.

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