Neuer "Karrieremarktplatz"
Sich selbst am Markt platzieren: "ichAktie" verspricht Renditen

Bei allen Turbulenzen an den internationalen Börsen gibt es noch einen Wert mit Wachstumschancen: die ichAktie . Seit einigen Tagen ist sie im Internet zu zeichnen. Der Wert: die eigenen Kompetenzen. Das eingesetzte Kapital: "My Brain" (Gehirn), wie es auf dem Wertpapier zu lesen ist.

dpa HANNOVER. "Die ichAktie ist ein Werkzeug für die kontinuierliche und lebenslange Karriereplanung", sagt Dirk van Hahnrath, Geschäftsführer des hannoverschen Unternehmen Braincapital. Sein Unternehmen hat die Idee auf der Hannover Messe auf den Weg gebracht.

Die ichAktie ist eine Art "Karrieremarktplatz". Sie soll Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenbringen und Möglichkeiten des Berufsweges aufzeigen. "Die Idee ist eine bedarfsorientierte Ausbildung und Qualifikation", sagt van Hahnrath. Die sei aber nur möglich, wenn beide Seiten früh miteinander in Kontakt kommen. Zudem müssten Arbeitnehmer selbstbewusster werden und ihre Kompetenzen als Wert betrachten, den es zu steigern gilt. Die ichAktie soll dabei helfen.

Angebot ermittelt den eigenen "Börsenwert" des Shareholders auf dem Arbeitsmarkt

Das virtuelle Wertpapier speichert Namen, Geburtsdatum und ein Foto des Shareholders. Alles ist durch ein Kennwort geschützt. Hinter der Aktie verbirgt sich eine weitere Seite mit detailliertem Formular, das ein Profil des Aktienbesitzers abbildet - nicht nur schnöde Lebensdaten.

Bisher verbirgt sich hinter der ichAktie der Zugriff auf 150 000 Jobangebote sowie ein Überblick über Qualifizierungsmöglichkeiten. Doch schon in Kürze soll es nach Angaben van Hahnraths möglich sein, die eigene Bewerbung ohne Name und Foto per Mausklick in mehr als 30 Jobbörsen einzuspeisen. Weiter wird ein individueller Job-Index eingerichtet, der die Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt bewertet und somit den eigenen Börsenwert anzeigt.

Idee setzt auf dem Engagement jedes Einzelnen auf

"Für uns ist die ichAktie mittelfristig ein sehr interessantes Instrument", sagt Walter Schenk von der Personalabteilung des Reifenherstellers Continental (Hannover). Stellenangebote erreichten die passenden Bewerber oft nicht. "Die ichAktie ist eine Chance, die Interessen der Unternehmen und der Bewerber zusammenzubringen." Deswegen will das Unternehmen die Idee mit Braincapital gemeinsam weiterentwickeln.

Die ganze Idee setzt allerdings auch das Engagement des Einzelnen voraus. "Mit dem typischen abwartenden Arbeitnehmerverhalten wird man in Zukunft nicht mehr weiterkommen, stattdessen ist unternehmerisches Denken um die eigene Person gefragt", sagt van Hahnrath. Der ichAktionär muss wissen: "Ich habe einen Wert und den kann ich ein Leben lang steigern - mit besten Gewinnchancen."

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