Neuer Life-Style-Kanal
Viva Plus setzt auf Nachrichten

Als "CNN des Musik-TV" versteht sich der neue Musiksender Viva Plus, der am 7. Januar an den Start geht und den verlustbringenden Sender Viva 2 ersetzt. Der neue Kanal soll 30 Millionen Haushalten Nachrichten rund um das Rock und Pop-Geschäft liefern. Dieter Gorny, Chef der Muttergesellschaft Viva Media AG, will Viva Plus zur zweiten Kraft im deutschen Musik-Fernsehen, vor MTV und hinter Viva, aufbauen. Der Medien-Manager setzt dabei auf eine strategische Allianz mit AOL Time Warner. Die Viva Plus GmbH, Köln, ist ein Joint Venture von Viva (51 %) und AOL Time Warner (49 %).

agr KÖLN. Zu der Höhe der Investitionen und zu den Anlaufverlusten wollte Gorny indessen keine Angaben machen. In drei Jahren soll Viva Plus aber schwarze Zahlen schreiben. Gorny räumte ein, dass er sich von der Kooperation auch einen positiven Einfluss auf den Aktienkurs der Viva Medien AG verspricht. Dieser hat sich in den letzten zwölf Monaten mehr als halbiert.

AOL Time Warner soll helfen, die geplante Verbindung von Fernsehen und Internet umzusetzen. Lynne Frank, zuständig für das Europa-Geschäft des US-Medienkonzerns, sagte aber auch, dass sich AOL Time Warner bei Viva Plus finanziell engagiere. Der Konzern drängt mit der Beteiligung stärker nach Deutschland, auf den größten Kabel- und Fernsehmarkt Europas. AOL Time Warner ist bereits an 20 europäischen Sendern beteiligt.

Viva Plus will mit einem "internationalen Korrespondentennetz" von Moderatoren arbeiten. Sie sollen Videoaufnahmen "auf Szene-Parties im Plausch mit den VIPs dieser Welt, beim Shoppingtrip oder bei Fashion- und Sport-Events" moderieren, so Gorny. Künftig soll das Publikum das Programm via Internet, Live-Chat, SMS, WAP, E-Mail oder Telefon mitgestalten können. Erst kürzlich hatte der Viva-Konzern die Übernahme der Kölner TV-Produktionsfirma Brainpool ("TV Total") per Aktientausch bis zum Jahresende angekündigt.

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