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Neuer Markt: Aixtron drückt die Stimmung

Ein Kursrutsch beim Index-Schwergewicht Aixtron und die Enttäuschung über die unverändert belassenen Zinsen in der Eurozone haben den Neuen Markt am Donnerstag ins Minus gedrückt.

Reuters FRANKFURT. Die Aktien von Aixtron litten Händlern zufolge vor allem unter den erneut gesenkten Geschäftsprognosen für das Gesamtjahr. Beim Thema Zinsen sei zudem die Hoffnung geplatzt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) dem Vorbild der US-Notenbank folgend die Zinsen ebenfalls herabsetzen werde. Ein weiterer Belastungsfaktor für die Technologiebranche sei der schwache Ausblick des US-Netzwerkausrüsters Cisco, hieß es weiter.

Der Auswahlindex Nemax50 lag am Nachmittag vier Prozent im Minus bei 425 Zählern. Der Nemax All Share verlor unterdessen 3,2 Prozent auf 469 Punkte.

Die Aktien von Aixtron verloren bei überdurchschnittlichen Umsätzen 17,2 Prozent auf 5,44 Euro. Damit war dieses Papier allein für knapp ein Viertel aller Verluste im Nemax50 verantwortlich. Der Hersteller von Maschinen zur Chip-Produktion hatte am Vorabend seine Prognosen zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einer Beibehaltung gerechnet. Außerdem hatte Aixtron für das dritte Quartal einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn im Rahmen der Erwartungen bekannt gegeben.

Derweil verbilligten sich die Aktien von Lambda Physik um 4,6 Prozent auf 7,35 Euro. Der Laserhersteller ist im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rückläufigen Umsätzen in die Verlustzone gerutscht. Auch für 2002/2003 sieht das Unternehmen keine Wachstumsimpulse.

Mit einem Minus von gut 18 Prozent auf 2,95 Euro waren die Titel von CE Consumer die größten Verlierer im Dax. In den vorangegangenen Tagen hatten sie allerdings parallel zu den Kursgewinnen der Konkurrenten mehr als 45 Prozent zugelegt.

Gegen den Trend legten die Papiere von EM.TV bei stark überdurchschnittlichen Umsätzen kräftig zu und verteuerten sich um 14,4 Prozent auf 1,19 Euro. Händler konnten allerdings keine unmittelbaren Gründe dafür ausmachen.

Unterdessen verlor die Aktie von MobilCom 4,6 Prozent auf 5,01 Euro. Trotz einer Annäherung zwischen Bundesregierung und Hauptaktionär Gerhard Schmid drohte eine Einigung an der Frage des Treuhänders weiter zu scheitern. In diesem Falle müsste MobilCom Insolvenz anmelden. Unternehmensangaben vom Donnerstag zufolge sei der Gang zum Richter aber vorerst nicht nötig, da die liquiden Mittel noch ausreichten.

Nach einer erneuten Ergebniskorrektur brach die Aktie der Rücker AG ein. Die Titel gaben zeitweise um fast 30 Prozent nach und fielen auf ein Jahrestief von zwei Euro. Der Wiesbadener Entwicklungsdienstleister hatte am Mittwochabend erneut seine Ergebnisprognose für 2002 nach unten korrigiert und rechnet nun mit einem Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 13 Millionen Euro. Bislang habe die Planung einen operativen Verlust von zwei Millionen Euro vorgesehen, hieß es.

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