Neuer Markt erneut in Flaute
Intershop gegen Nemax-Trend gestiegen

Nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone ging es für den Nemax 50 um 0,69 Prozent auf 1144 Zähler hinab. Gegen diesen Trend stiegen die Kurse von Intershop sowie der IntraWare AG.

dpa-afx FRANKFURT. Der Aktienkurs der IntraWare AG hat am Mittwoch von der Meldung profitiert, dass sich das auf E-Management spezialisierte Unternehmen von seinem Verlust bringenden Tochterunternehmen Mavos AG trennt. IntraWare-Aktien kletterten bis 11.30 Uhr im Frankfurter Parketthandel um 8,33 Prozent auf 1,30 Euro.

Der Nemax All Share verlor unterdessen 0,70 Prozent auf 1.219,34 Punkte. Im Xetra-Handel gaben die Papiere dagegen bei rund 7.450 gehandelten Aktien 5,38 Prozent auf 1,23 Euro nach. "Bei Werten zu einem Euro ist das nun einmal so", sagte Giuseppe Amato von Lang & Schwarz. "Das ist keine Schlagzeile wert", fügte er hinzu. Der hinter der Kursbewegung stehende Gegenwert sei minimal. Die prozentualen Veränderungen, die sich aus einer Spanne von 1,25 zu 1,48 Euro ergeben, seien allerdings enorm.

"Das ist einer der Gründe, warum diese Werte irgendwo anders notiert sein müssen: Weil sie sonst die Statistik im Nemax All Share verfälschen", erklärte Amato. Die Top-10, Top-20 setzten sich meistens aus so genannten Penny Stocks, die Kursbewegungen von 20 Prozent und mehr aufwiesen. "Das hilft einem nicht weiter", sagte Amato.

Auch die Aktien des Softwareherstellers Intershop haben am Mittwochvormittag deutlich zugelegt. Bis 9.45 Uhr stieg der Kurs um 9,04 Prozent auf 3,62 Euro. Händler begründeten den Kursanstieg mit einem Großauftrag des Online-Portals der Quelle AG. Grund für die Gewinne sei, dass das Online-Portal der Quelle AG auf die E-Business Plattform Enfinity von Intershop umgestellt werde, sagte Oliver Maslowski, Analyst bei der Zürcher Bank J. Vontobel&Co., dem Designated Sponsor von Intershop. Zudem wirke sich die am gestrigen Dienstag bekannt gegebene Partnerschaft mit der Beratungsgesellschaft Accenture, ehemals Andersen Consulting, positiv aus.

Wie aus Händlerkreisen in Frankfurt verlautete, versprechen sich die Anleger von dem Auftrag in mehrfacher Millionen-Höhe einen positiven Cash-Flow. "Von dem Geld müsste etwas bei dem Unternehmen hängen bleiben", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank.

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