Neuer Markt gibt nach
Dax schwankt um Vortagsstand

Für Impulse haben technische Reaktionen wie bei Siemens sowie Kaufempfehlungen, für den Automobilbereich gesorgt.

adx FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (DAX) schwankte am Montag um seinen Stand vom vergangenen Freitag. Der Index notierte um 17.30 Uhr bei 6 940,80 Punkten, einem Plus von 16,12 Zählern. Das Tageshoch markierten 6 944,02 Punkte, das Tief 6 880,18 Zähler.

Der Euro legte deutlich zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte den Referenzkurs am Mittag bei 0,8482 US-$ fest. Dies waren 0,0158 US-$ mehr als am Freitag. Gegenüber der D-Mark verbilligte sich die amerikanische Währung von 2,3496 auf 2,3059 Mark.

Pure Langeweile auf dem Parkett

Händler klagten über einen langweiligen Handelstag. Für Impulse hätten technische Reaktionen wie bei Siemens sowie Kaufempfehlungen, etwa für den Automobilbereich, gesorgt, sagte ein Händler. Die Umsätze seien gering gewesen. Da der Markt in den vergangenen Tagen gut gelaufen sei, sei die Pause für den Dax erfreulich. "Es ist gut, dass er mal atmet", meinte der Experte. Die Anleger könnten nun selektieren. Zudem wüsste der Markt nach Eröffnung der US-Börsen nicht, welchem Trend er folgen solle, da der Dow Jones fester und die Nasdaq leichter tendierten. Das geringe Plus sei der Mittelweg.

Die Gewinnerliste führten Metro an. Die Papiere des Handelskonzerns verteuerten sich um 2,05 auf 49,05 Euro (+4,36 Prozent). BASF legten um 1,60 auf 45,10 Euro zu (+3,68 Prozent) und MAN stiegen um 1,01 auf 30,00 Euro (+3,48 Prozent). Unter Druck standen Schering mit einem Rückgang um 3,39 auf 65,69 Euro (-4,91 Prozent), nachdem das Unternehmen am Morgen seine Quartalszahlen vorgelegt hatte. SAP verschlechterten sich um 6,00 auf 230,00 Euro (-2,54 Prozent). Fresenius Medical Care gaben 2,15 auf 93,25 Euro ab (-2,25 Prozent).

Nemax 50 gibt nach

Der Neue Markt startete leichter in die neue Handelswoche. Der Nemax 50 verschlechterte sich bis gegen 17.35 Uhr um 12,25 Punkte auf 4 768,12 Zähler. Der Index der Schwergewichte am Neuen Markt schwankte zwischen 4 814,79 und 4 698,68 Zählern. Die stärksten Verluste verzeichneten Singulus, die nach Bekanntgabe der Neun-Monats-Zahlen um 16,19 Prozent oder 9,70 Euro auf 50,20 Euro fielen.

CE Consumer verbilligten sich ebenfalls nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen um 2,24 auf 31,76 Euro (-6,59 Prozent) und Fantastic Corporation um 0,29 auf 4,93 Euro (-5,56 Prozent). Gewinne verbuchten hingegen edel music mit einem Zuwachs um 1,70 auf 19,70 Euro (+9,44 Prozent). Direkt Anlage Bank verbesserten sich um 4,55 auf 52,73 Euro (+9,44 Prozent), Carrier1 stiegen um 1,44 auf 30,50 Euro (+4,96 Prozent).

Nebenwerte tendieren freundlich

Die Nebenwerte an der Frankfurter Wertpapierbörse tendierten freundlich. Der SDax stieg bis 17.35 Uhr um 11,47 Punkte auf 3 302,56 Zähler. Der MDax notierte bei 4 921,82 Punkten. Dies waren 41,78 Zähler mehr als am vergangenen Freitag. Das Tageshoch erreichte der Nebenwerte-Index bei 4 922,42 Punkten, das Tief bei 4 881,07 Zählern. Gesucht waren vor allem ProSiebenSat.1, die sich um 2,76 auf 36,75 Euro verteuerten (+8,12 Prozent). Lehmann Brothers hatte das Rating auf "Outperformer" erhöht. Beiersdorf legten um 7,90 auf 118,00 Euro zu (+7,18 Prozent) und Merck um 2,40 auf 49,50 Euro (+5,52 Prozent). Leichter tendierten hingegen Spar mit einem Rückgang um 0,15 auf 2,60 Euro (-5,45 Prozent). Hochtief büßten 1,15 auf 23,10 Euro ein (-4,74 Prozent) und Wedeco 1,86 auf 44,14 Euro (-4,04 Prozent).

Europas Börsen verzeichneten überwiegend Gewinne. Der Euro-Stoxx 50 stand um 17.40 Uhr bei 4 987,36 Punkten, einem Plus von 21,36 Zählern. Sein Tageshoch erreichte der Index bei 4 991,36 Punkten, sein Tief bei 4 946,12 Zählern. Gesucht waren vor allem Danone, die um 7,40 auf 171,00 Euro zulegten (+4,52 Prozent). ING verteuerten sich um 3,42 auf 80,10 Euro (+4,46 Prozent) und Societe Generale legten um 2,40 auf 63,80 Euro zu (+3,91 Prozent). Die Verliererseite führten Repsol mit einem Minus von 0,84 auf 19,37 Euro an (-4,16 Prozent). Alcatel sanken um 2,50 auf 71,00 Euro (-3,40 Prozent). Telefonica büßten 0,77 auf 22,45 Euro ein (-3,32 Prozent).

Händler hoffen beim DAX nach den Zuwächsen der vergangenen Tage auf eine Beruhigung. "Je schneller es hochgeht, um so schneller geht es auch wieder runter", warnte ein Händler im Gespräch mit ADX. Derzeit stände jedoch die so genannte Old Economy wie die Branchen Chemie oder Automobil zunehmend im Mittelpunkt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, werde damit ein "vernünftiges Fundament" gelegt. Dann dürfte die Marke von 7 000 Punkten schnell zu überspringen sein.

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