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Neuer Markt im Minus- Feste NASDAQ überzeugt nicht

Trotz der Gewinne an der US-Computerbörse NASDAQ gaben die Wachstumswerte wieder kräftig nach.

dpa-afx FRANKFURT. Der Neue Markt hat am Dienstag den Sprung aus der Verlustzone nicht geschafft. Hoffnungsvoll hatten Anleger auf die Eröffnung der US-Computerbörse gewartet, die auch prompt mit Gewinnen aufwarten konnte. Trotzdem gaben die Wachstumswerte wieder kräftig nach. "Nachdem die psychologisch wichtige Marke bei 5.220 Punkten unterschritten wurde, verschlechterte sich die Stimmung am Aktienmarkt weiter", sagte ein Händler einer großen deutschen Bank. Er geht davon aus, dass sich der Neue Markt erst dann erholt, wenn sich die Gewinne an der NASDAQ gefestigt haben.

Der NEMAX 50 (Performance-Index) beendete den Handel mit einem Minus von 1,21 % auf 5.588,07 Punkten. Der NEMAX-All-Share (Performance-Index) fiel um 1,01 % auf 5.185,37 Zähler.

Umwelt-Titel knüpften überwiegend an die starke Performance vom Vortag an: Umweltkontor notierten bei 53,51 Euro (+11,39%). Auch Plambeck Neue Energien verteuerten sich um 3,92 % auf 53,52 Euro. Aus der Reihe fielen Energiekontor mit einem Verlust von 0,42 % auf 95,10 Euro. Umwelt-Aktien gehörten wegen des hohen Ölpreises zu den Werten, auf die Anleger - im allgemein flauen Markt - gerne auswichen, sagte ein Händler der DG Bank. An der New Yorker Warenterminbörse war der Rohölpreis am Montag auf ein neues Zehn-Jahres-Hoch gestiegen.

Gigabell legten - nach einem Absturz um über 67 % am Vortag - wieder kräftig zu. Das Papier kletterte 18,73 % auf 4,50 Euro. Die Gigabell-Aktie hatte ihre Berg- und Talfahrt nach Ankündigung des Insolvenzverfahrens am Freitag begonnen. Mittlerweile macht das Unternehmen den säumigen Investor Costingham für die Eröffnung des eigenen Insolvenzverfahrens verantwortlich. Gleichzeitig wurden neue Anfragen von Übernahme- oder Beteiligungsinteressenten gemeldet. Diese Bekanntgabe habe wohl einige Anleger motiviert, wieder in den Wert einzusteigen, sagte ein Händler. Er persönlich rate jedoch, von Konkurskandidaten zunächst eher die Finger zu lassen. Es sei sinnvoll abzuwarten, ob sich ein Einstieg in "ausgepumpte Werte" aus fundamentaler Sicht lohne.

Kinowelt verloren 7,54 % auf 44,01 Euro. Die Analysten der niederländischen Bank ABN Amro empfehlen den Verkauf der Aktie. Selbst die gerade angekündigte Wandelanleihe von rund 200 Mill.. Euro lasse dem Unternehmen nicht genug finanziellen Handlungsspielraum, begründeten die Experten ihre Einstufung.

SinnerSchrader verteuerten sich um 3,33 % auf 29,45 Euro. Das Unternehmen hat Dienstag früh die Übernahme des E-Commerce-Spezialisten Netmatic Internet/Intranet Solutions GmbH bekannt gegeben.

IntraWare legten 2,56 % auf 14 Euro zu. Marktbeobachter führten den Anstieg auf einen Auftrag der amerikanischen Armee zurück. Im Rahmen von mehreren Projekten wird der Software-Spezialist sein Standardprodukt "Bonapart" künftig bei der amerikanischen Armee, der Marine sowie der Luftwaffe einsetzen.

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