Neuer Markt im Sinkflug
Dax weitet im Verlauf Verluste aus

SAP büßte im Verlauf 7,32 Prozent ein. Dagegen konnte sich Schering um 4,46 Prozent verbessern.

adx FRANKFURT. Die Gewinnwarnung des Softwareherstellers Microsoft hat am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Deutsche Aktienindex (Dax) sank bis 17.30 Uhr um 87,44 Punkte auf 6 382,51 Zähler. Dies waren 1,35 % weniger als am Vortag. Von seinem Tageshoch zur Eröffnung bei 6 455,21 Punkten sank der Index bis auf 6 372,45 Zähler.

Der Kurs des Euro erholte sich weiter und kletterte bis knapp unter die Marke von 0,90 $. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs am Mittag in Frankfurt am Main mit 0,8984 $ fest. Das waren 0,0145 $ mehr als am Donnerstag. Gegenüber der Mark verbilligte sich die amerikanische Währung dadurch von 2,2127 auf 2,1770 DM. Am Devisenmarkt wurde die Gemeinschaftswährung um 17.30 Uhr mit 0,8974 $ (+0,0051) gehandelt.

Technologiewerte leiden besonders

Die schwachen US-Börsen sorgten auch in Deutschland für Vorsicht. "Wir haben wieder Käuferstreik", sagte ein Händler. Mit Ausnahme der vergangenen eineinhalb Wochen sei dies seit vier Monaten der Fall, klagte er. Die Stimmung bleibe daher bescheiden. Auch bei den Verlierern blieb alles beim Alten: Die Technologiewerte litten besonders.

SAP fielen um 12,62 auf 159,88 Euro (-7,32 %). Infineon sanken um 2,21 auf 44,95 Euro (-4,69 %). Auch Bankentitel litten unter Verkäufen. Dresdner Bank büßten 1,90 auf 43,90 Euro ein (-4,15 %). Schering erholten sich von den Vortagsverlusten und stiegen um 2,65 auf 62,10 Euro (+4,46 %). Münchener Rück legten um 12,07 auf 350,00 Euro zu (+3,57 %). Bayer verbesserten sich um 1,10 auf 53,40 Euro (+2,10 %).

Neuer Markt im Sinkflug

Der Neue Markt setzte seinen Sinkflug fort. Der Nemax-50 stand gegen 17.35 Uhr bei 3 108,24 Punkten. Dies waren 5,58 % oder 183,61 Zähler weniger als am Donnerstag. Das Tageshoch markierten 3 240,01 Punkte zu Handelsbeginn, das Tief 2 906,24 Zähler. Die stärksten Verluste verzeichneten SER Systeme, die sich auf Grund von Gewinnmitnahmen um 2,65 auf 16,50 Euro verbilligten (-13,84 %). Pixelpark gaben 5,40 auf 34,60 Euro ab (-13,50 %) und Fantastic 0,39 auf 2,53 Euro (-13,36 %). Nur drei Werte stemmten sich gegen den Trend. Weiter aufwärts ging es für ricardo.de mit einem Plus von 0,46 auf 10,90 Euro (+4,41 %). Telegate stiegen um 0,39 auf 93,30 Euro (+0,42 %) und Carrier1 kletterten um 0,02 auf 20,03 Euro (+0,1 %).

Die Nebenwerte tendierten zum Wochenausklang leichter. Der SDax stand gegen 17.35 Uhr bei 3 126,63 Punkten, einem Minus von 13,72 Zählern. Der MDax verschlechterte sich um 39,83 Punkte auf 4 701,86 Zähler. Das Tageshoch lag bei 4 745,54 Punkten, das Tief bei 4 692,86 Zählern. Unter Druck standen Stinnes mit einem Rückgang um 2,41 auf 24,09 Euro (-9,09 %). GfK verloren 2,60 auf 35,00 Euro (-6,91 %). Fielmann büßten 2,60 auf 42,20 Euro ein (-5,80 %). Spar verteuerten sich hingegen um 0,13 auf 2,30 Euro (+5,99 %). Boss stiegen um 16,30 auf 323,30 Euro (+5,31 %) und Rhön-Klinikum um 2,10 auf 58,80 Euro (+3,70 %).

Europas Börsen verzeichneten Verluste. Der Euro-Stoxx 50 gab bis 17.40 Uhr 84,94 Punkte auf 4 726,00 Zähler ab. Das Hoch erreichte der Index der europäischen Großkonzerne zu Handelsbeginn bei 4 798,85 Punkten, das Tief bei 4 713,66 Zählern. Unter Verkäufen litten vor allem die Technologiewerte. Telefonica verbilligten sich um 1,21 auf 18,40 Euro (-6,17 %), Nokia sanken um 2,98 auf 51,51 Euro (-5,47 %). Aegon gaben 2,49 auf 43,80 Euro ab (-5,38 %). Gesucht waren hingegen Münchener Rück mit einem Zuwachs um 12,07 auf 350,00 Euro (+3,57 %). Air Liquide stiegen um 4,30 auf 153,30 Euro (+2,89 %) und Fortis verteuerten sich um 0,95 auf 34,75 Euro (+2,81 %).

Die Händler am Frankfurter Aktienmarkt hoffen auf ein Ende der sinkenden Kurse. Zwar sehe es momentan nicht gut aus, sagte ein Händler. Er gab aber zu bedenken: "Die Stimmung kann schnell wechseln." Langsam sei man an einem Niveau angelangt, wo es mit den Kursrückgängen reichen sollte. So seien die derzeitigen Stände beim Dax und beim Nemax-50 bereits mehrmals nach unten getestet worden, ohne dass sie ernsthaft durchbrochen worden seien.

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