Neuer Markt mittelfristig negativ
Marktumfrage: Analysten sehen den Dax positiv

Technische Analysten verschiedener Wertpapierhäuser sehen den Dax in den nächsten Tagen zwischen 6 500 und 7 180 Punkten.

vwd FRANKFURT. Technische Analysten sehen den Dax positiv. Diese Grundaussage vertraten drei befragten Interviewpartner in einer Marktumfrage am Dienstagmorgen. Dieter Schwarz von Dresdner-Kleinwort Benson rechnet mit einem Ausbruch aus der Bandbreite zwischen 6 500 und 7 180 Punkten. Marcel Mussler von Oliver Klemm Wertpapierhandelsgesellschaft sieht den Dax bei 6 976 Punkten innerhalb der nächsten Tage/Woche. Martin Siegert von der Landesbank Baden Württemberg rechnet mit Indexständen über 7 000 Punkten noch vor Nikolaus.

Blue Chips im grünen Bereich

Für Dieter Schwarz sind die Blue Chips im grünen Bereich. Der EuroStoxx befinde sich in einem intakten langfristigen Trend. Zwar konsolidiere der Markt seit März, bewege sich aber immer noch in einer historisch relativ schmalen Bandbreite zwischen 6 500 und 7 180 Punkten. Langfristig sei die Richtung aber positiv zu sehen. Kurzfristig handle der Index in einer Trading-Range. Da aber saisonale Faktoren den Markt positiv beeinflussten, erwartet Schwarz eine Jahresendrally. Auch die Trendindikatoren sieht er optimistisch. Das Intermarket-Umfeld sehe ebenfalls sehr gut aus.

So komme vom Bund-Future Rückenwind für die Aktienmärkte. Bei der Marke von 7 180 Punkten auf Schlusskursbasis ist der Analyst sogar uneingeschränkt positiv für den Aktienmarkt. Dieses Szenario bezeichnet er als "best case" und am wahrscheinlichsten eintretend. Dieses gute Szenario trübe sich nur ein, falls die wichtigen Schlüsselunterstützungen im Bereich um 6 200 unterschritten würden. Die Störfeuer aus den USA seien nur kurzfristig begrenzend. Im Nasdaq sei keine Bodenbildung zu sehen. Aber die steigende Zuversicht für den Euro wertet Dieter Schwarz als optimistische Komponente.

Bodenbildung am Neuen Markt

Es mache den Markt für ausländische Investoren wieder attraktiver, da eine stabile Währung die Aktienkursgewinne nicht wieder vernichten würde, wie es bisher für viele aussereuropäische Anleger der Fall war. Auch für den Neuen Markt erwartet er einen erneuten Versuch einen Boden zu etablieren und von dort aus nach oben zu ziehen. Die Schlüsselunterstützung liege hier im Bereich von 3 000 Punkten im Nemax-All-Share-Index. Kurzfristig sei der Markt dann gut für einen Marsch in Richtung 4 100 Zähler. Allerdings bleibe der Neue Markt aus chartechnischen Gesichtspunkten mittelfristig negativ. Marktumfrage/Technische Analysten sehen den Dax positiv (zwei)

Keine neuen Zwischentiefs erwartet

Auch Marcel Mussler von der Oliver Klemm Wertpapierhandelsgesellschaft sieht den Dax freundlich, auch wenn am Dienstag der Index unter der erneuten Schwäche der Technologiewerte leide. Er erwartet keine neuen Zwischentiefs des Markts. Bei 6 700 Punkten verlaufe der kurzfristige Abwärtstrend. Bei einem deutlichen Unterschreiten auf Schlusskursbasis könne der Index schnell auf 6 600 Punkte einbüßen. Mussler favorisiert allerdings das Szenario, dass sich der Index erholen wird und in Richtung 6 976 handelt. Er räumt ein, dass dies nicht innerhalb dieser Woche "passieren" muss, wohl aber kann. Bei einen Schlusskurs über 6 700 Punkten impliziere der Index ein Kaufsignal.

Falls es dem Index nicht gelinge,über der markanten Marke von 6 700 zu schließen, werde er dennoch nicht short gehen. Es sei ratsamer, das "Pulver trocken zu halten" und auf einen Einstieg zu warten. Auch Mussler erwartet eine Year-End-Rally. Unterstützung käme von den USA aber leider nicht von der Nasdaq, die von allen Analysten äußerst skeptisch beurteilt wird. Seine Favoriten sind Epcos, Siemens und VW.

7 000 Punkte noch vor Nikolaus

Für Martin Siegert von der Landesbank Baden-Württemberg ist die technische Ausrichtung des Dax keine Frage. Er erwartet ein Annähern an die 7 000-er Marke noch vor dem Nikolaustag. Seiner Meinung nach haben wir das Tief im Dax bereits hinter uns. In seiner Zeitzyklusanylse sind Hoch und Tief-Kurse der jüngsten Vergangenheit klar definiert. Einem Tief am 19. Oktober folgte ein Hoch am 5./6. November. Dann kam ein Tief innerhalb des Zyklus am 22./23. November. Das nächste Hoch bei 7 160 Punkten macht der Analyst für den 12. Dezember aus.

Aber vorerst sollte der Markt noch innerhalb einer kurzen Konsolidierungsphase auf 6 654 Punkte fallen. Auch Kurse um 6 520 seien möglich ohne den Trend zu gefährden. Dies seien aber Einstiegskurse und keine Crash-Kurse. Nach einer zweitägigen Bodenbildung solle der Index dann in Richtung 6 804 los ziehen. Nach dem Durchbrechen dieses Widerstands stehen die 6 901 und die 6 980 auf dem Programm. Das Zyklushoch bewege sich um 7 160 Indexpunkte. Der Analyst erwartet in Kürze die Generierung eines Kaufsignals. Als Anlagefavoriten sieht Siegert die Aktien von Siemens und Deutsche Telekom.

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