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Neuer Markt schließt mit leichten Verlusten

Die Wachstumswerte am Frankfurter Neuen Markt haben sich am Dienstag überwiegend seitwärts bewegt. Bis kurz vor Handelsschluss pendelte das Börsenbarometer zwischen der Gewinn- und Verlustzone hin und her.

dpa-afx FRANKFURT. Am Ende verabschiedete sich der Nemax 50 mit einem Minus von 0,21 % auf 1 880,73 Punkte aus dem Handel. Der alle Werte umfassende Nemax All-Share büßte 0,11 % auf 1.940,87 Zähler ein.

Seinen Höchststand mit 1 924,02 Punkten verbuchte der Index für die Top-50-Unternehmen in den Mittagsstunden - offenbar beflügelt durch die Heraufstufung des US-Netzwerkspezialisten Cisco Systems durch die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter. "Ich habe keine richtige Begründung für den schnellen Anstieg", sagte ein Frankfurter Händler. Es sei so, als ob mit der positiven Meinung zu Cisco zum Einstieg in die Technologie-Werte aufgerufen werden sollte.

Ihre frühen Gewinne konnte die Qiagen AG nicht halten. Phasenweise war der Kurs bis auf 32,20 Euro gestiegen, am Ende gab es jedoch einen Abschlag von 3,38 Prozent auf 29,47 Euro. Das Biotechnologie-Schwergewicht hatte seine Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht und einen Gewinn je Aktie von 0,06 USD ausgewiesen, eine Steigerung um 0,02 $.

Die Aktie von Pfeiffer Vakuum verbilligte sich um 3,77 Prozent auf 47,25 Euro. Das Vakuumpumpen-Spezialist hatte Quartalszahlen vorgelegt, die deutlich unter den Erwartungen der Analysten geblieben waren. Das Ergebnis je Aktie stieg zwar auf 0,65 $, die Experten waren jedoch von 0,70 $ ausgegangen.

Carrier 1 kletterten dagegen um 3,07 % auf 8,40 Euro. Der Telekom-Dienstleister will in Italien expandieren; insgesamt sollen zwölf neue "Points of Presence" dort erworben werden.

Unter Druck standen SER Systeme, die um 5,38 % auf 9,84 Euro leichter aus dem Handel gingen. Am Vortag war der Kurs noch um über 26 Prozent angestiegen, nachdem der Software-Entwickler angekündigt hatte, er wolle eigene Aktien zurückkaufen.

Auch Intershop fanden sich auf der Verliererseite wieder und verloren 6,24 Prozent auf 5,56 Euro. Die Zukunftsaussichten des Software-Entwicklers konnten bislang nur wenige Analysten überzeugen. Der einstige Börsenliebling müsse sich das Vertrauen der Anleger erst wieder erarbeiten, sagten Händler.

Erneut litt die Constantin Film AG unter den Spekulationen, dass sie den Nemax 50 verlassen müssten, sagten Händler. Die Gremien der Deutschen Börse entscheiden am heutigen Dienstag über Auf- und Abstieg aus den Top-50. Die Entscheidung soll allerdings erst nach 22 Uhr veröffentlicht werden. Das Medienunternehmen Constantin verbuchte einen Verlust von 7,95 Prozent auf 19,00 Euro.

Deutlich unter Druck stand auch die Tomorrow Internet AG , die 15,52 Prozent auf 4,90 Euro einbüßte. Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2001 den Verlust im Vergleich zum Vorjahr von 1,58 Mio. Euro auf 3,52 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

T-Online-Aktien stiegen um 2,68 Prozent auf 13,80 Euro. Berichte, wonach die Europäische Kommission eine tiefergehende Untersuchung gegen das geplante Reise-Joint-Venture zwischen der Preussag AG-Tochter TUI, C&N Touristik AG und T-Online einleiten wolle, brachten den Kurs nicht in Bedrängnis.

Die Highlight Communications AG legte um 5,26 Prozent auf 10,00 Euro zu. Das Unternehmen hatte am Morgen die Quartalszahlen veröffentlicht und einen Anstieg beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 20 Prozent auf 11,9 Mio. CHF ausgewiesen.

Um 8,33 Prozent auf 9,35 Euro rutschten die Aktien von Web.de ab. Einem Bericht der Online-Ausgabe des Manager-Magazins zufolge, soll Web.de am Montag eine nicht korrekte Ad-hoc-Meldung veröffentlicht haben. Dort hatte es geheißen, Web.de sei das erste Internet-Unternehmen in Deutschland, das von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) eine eigene Ortsnetzkennzahl erhalten habe. Daraufhin war der Kurs deutlich angestiegen. Die RegTP habe wenig erfreut reagiert, denn es handele sich nicht um eine eigene Ortsnetzkennzahl, sondern um eine so genannte Dienste-Kennzahl für innovative Dienste, die bereits andere Unternehmen ebenfalls erhalten hätten.

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