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Neuer Markt Schluss: Nasdaq belastete Handel

Der Neue Markt hat am Mittwoch während des gesamten Handelsverlaufs nie den Weg in die Gewinnzone gefunden und am Ende mit recht deutlichen Abschlägen den Tag beendet.

dpa-afx FRANKFURT. Der Nemax 50 verbuchte ein Minus von 3,58 Prozent auf 1.813,47 Punkte, der alle Werte umfassende Nemax All-Share beendete den Handelstag mit einem Verlust von 2,64 Prozent auf 1.889,55 Zähler.

Auch von der US-Technologiebörse Nasdaq kamen keine positiven Impulse. Bis zum Börsenschluss in Frankfurt hatte der Nasdaq-Composite-Index einen Abschlag von 1,60 Prozent auf 2.163,56 Punkte zu verzeichnen gehabt. Die schwache Eröffnung der Nasdaq hatte am Nachmittag den Neuen Markt zudem belastet.

Seit Dienstagabend ist klar, die SER Systeme AG muss auf Beschluss der Deutschen Börse den Nemax 50 verlassen. Die Aktie des Spezialisten für Wissens- und Dokumentenmanagement geriet unter Druck und büßte 2,54 Prozent auf 9,59 Euro ein. Phasenweise war der Anteilsschein sogar nur 8,51 Euro Wert.

Als "Abstiegskandidat" war zuvor vor allem die Constantin Film AG genannt worden. Diese Gerüchten hatten den Kurs belastet. Im frühen Handel verbuchte der Wert dann ein deutliches Plus auf 20,64 Euro, ehe es wieder bergab ging. Zum Schluss verabschiedeten sich die Aktien des Medienunternehmens mit einem Plus von 1,47 Prozent auf 19,28 Euro aus diesem Börsentag.

Den Platz von SER Systeme nimmt demnächst die Umweltkontor Renewable Energy AG ein, die davon aber am Mittwoch nicht profitieren konnte und um 2,33 Prozent auf 60,00 Euro leichter aus dem Handel ging.

Gerüchte über angeblich schlechte Quartalszahlen belasteten den Kurs der comdirect-Bank. Die Aktie verbilligte sich um 6,44 Prozent auf 13,95 Euro. comdirect war zuvor von den Analysten der Commerzbank Securities von "Kaufen" auf "Halten" zurückgestuft worden. Einige Anleger gingen offenbar davon aus, dass Commerzbank Securities mehr über die Quartalszahlen der Commerbank-Tochter wissen müsse, meinte ein Händler. Die Zahlen sollen am Donnerstag veröffentlicht werden.

Die Direkt Anlage Bank gab um 8,94 Prozent auf 21,90 Euro nach, die Consors Discount AG-Broker büßte sogar 12,28 Prozent auf 29,50 Euro ein.

Erneut für negative Schlagzeilen sorgte die Infomatec Integrated Information Systems AG: Das Software-Unternehmen aus Augsburg und die deutschen Tochterunternehmen haben beim Amtsgericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Der Kurs stürzte daraufhin auf das neue 52-Wochen-Tief von 0,76 Euro ab. Erst am Abend setzte die Erholung ein, nachdem Infomatec den Abschluss eines Auftrags über 7 Mio. USD bekannt gab. Infomatec gingen um 3,96 Prozent auf 0,97 Euro leichter aus dem Handel.

Die freenet.de AG litt unter zuvor veröffentlichten schlechten Quartalszahlen. Der Verlust aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit vor Steuern sei demnach gegenüber dem Vorjahresquartal von 2,19 Mio. DM auf 6,795 Mio. DM angewachsen. Die Aktie verlor 7,48 Prozent auf 21,39 Euro

.

Nur kurz beflügelten dagegen gute Quartalszahlen den Kurs der ADORI AG, am Ende büßte der Wert 7,92 Prozent auf 2,21 Euro ein.

Dagegen profitierte die net AG von einem Auftrag des Mobilfunk-Providers Hutchison Telecom. Diese will unter eigenem Namen von der net AG entwickelte mobile Anwendungen im Bereich des Infotainments weitervermarkten. Die Papiere legten 0,85 Prozent auf 4,74 Euro zu.

Ein Plus von 5,93 Prozent auf 2,50 Euro verbuchte die Trintec Systems Inc. . Es seien ein oder zwei institutionelle Käufer im Markt, sagte ein Frankfuter Händler. Eine sichtbare Begründung für den Anstieg des Kurses gebe es nicht.

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