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Neuer Markt verkraftet schwache US-Daten nicht

Der Nemax 50 ging mit Verlusten aus dem Handel, hielt sich aber an der Schwelle von 1 300 Punkten.

dpa-afx FRANKFURT. Vor dem Wochenende hatten die Anleger einmal mehr eine Negativschlagzeilen aus den USA zu verdauen: In den Vereinigten Staaten waren im November so viele Menschen ohne Arbeit wie seit sechs Jahren nicht mehr. Der Nemax 50 fiel zeitweise unter die 1 300er-Marke, hielt letztlich aber diese Schwelle. Bis Börsenschluss stand er bei 1 302,87 Zählern und damit 1,04 % unter Vortagesniveau. Der Nemax All Share verlor 0,33 % auf 1 234,15 Punkte.

Nachrichten seien Mangelware, und der Effekt der guten Intel-Prognosen längst verpufft, erklärte ein Händler. Nun folge der Markt der Nasdaq in New York. Der weltgrößte Chipproduzent hatte seine Umsatzziele für das laufende vierte Geschäftsquartal angehoben.

Der Neue Markt habe sich den sinkendenen Kursen an der New Yorker Technologie-Leitbörse Nasdaq am Nachmittag nicht entziehen können, sagte ein Händler. Der Nasdaq Composite stand am Abend (MEZ) mit 1,87 Prozent im Minus. Das entsprach einem Stand von 2.015,95 Zählern.

An einem "typischen" Freitag mit wenigen Nachrichten und mageren Umsätzen standen nur wenige Titel im Anlegerinteresse. Teles machten eine Ausnahme und stiegen um 7,59 Prozent auf 2,55 Euro. Das Berliner Telekommunikationsunternehmen hat nach eigenen Angaben 23 öffentliche Vermittlungssysteme für 5 Millionen DM verkauft.

Teleplan waren mit minus 6,54 Prozent auf 17,01 Euro einer der Hauptverlierer im Nemax 50. Der Verkauf von 2 Millionen Aktien drückte schon am Donnerstag den Kurs um 5,11 Prozent auf 18,20 Euro, nachdem der Vorstandsvorsitzender Edmund Krix die Papiere außerhalb der Börse verkauft hatte. Schlusslicht im Nemax 50 waren Pixelpark mit minus 7,49 Prozent auf 6,05 Euro.

Consors legten beflügelt von steigenden Neukundenzahlen 6,71 Prozent auf 10,81 Euro zu. Schon am Donnerstag hatte die Aktie des Online-Brokers 6,2 Prozent gewonnen und damit die Verluste von 5,8 Prozent, die bis zur Wochenmitte angefallen waren, mehr als wettgemacht.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Consors entgegen anderslautenden Spekulationen nicht zerschlagen, sondern nur als Ganzes verkauft werde. Als Interessenten für Consors werden nach wie vor die Postbank und der französische Online-Broker Fimatex, eine Tochter der Societe Generale gehandelt. Ein Verkauf sei bis Ende Dezember nicht auszuschließen, hieß es weiter.

Comdirect verloren als einer der schwächsten Nemax-50-Titel 6,27 Prozent auf 12,11 Euro. Die Aktie hatte in den vergangenen Tagen von Neukundenzahlen und den Gerüchten, dass Consors nicht so schnell wie gewünscht verkauft werden könne, profitiert. DAB Bank sanken auf 14,55 Euro. Das waren 1,69 Prozent weniger als am Vortag.

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