Neuer Markt weiter auf Talfahrt
Deutsche Standardwerte erholen sich

Die Standardwerte an der Frankfurter Börse haben sich am Montag dank Thyssen-Krupp und kräftiger Chemiewerte von den Verlusten zum Wochenausklang erholt.

ddp-vwd FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) kletterte zum Börsenschluss um gut einen halben Prozentpunkt auf 6 472 Punkte. Dagegen folgte der Neue Markt weiter dem Abwärtstrend der vergangenen Woche. Der Nemax-50 büßte 2,27 % auf 2 255 Zähler ein. Der Nebenwerte-Index MDax verlor 0,44 % auf 4 812 Zähler. Von der Wall Street kamen keine Impulse, da die US-Börsen am Montag wegen des Feiertages President's Day geschlossen bleiben. Händler sprachen von einem "sehr ruhigen und umsatzarmen Geschäft". Starke Kursbewegungen hätten vor allem in der zweiten Reihe stattgefunden. Das Ausbleiben der Zahlen von den US-Börsen werteten die Händler positiv, da sich so "deutsche Unternehmensnachrichten durchsetzen konnten".

Der Euro setzte seinen Aufwärtstrend fort. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte am Mittag einen Kurs von 0,9213 $. Das waren 0,0100 $ mehr als am Freitag. Im Vergleich zur D-Mark verbilligte sich die amerikanische Währung von 2,1462 auf 2,1229 Mark. Am Devisenmarkt legte der Euro ebenfalls zu. Gegen 20.00 Uhr kostete ein Euro 0,9210 $ (+0,66 %).

Im Dax profitierten Thyssen-Krupp von Berichten über den möglichen Bau einer Transrapid-Strecke in den Niederlanden sowie der geplanten Megafusion von Usinor , Arbed und Aceralia , die der gesamten europäischen Stahlbranche Auftrieb gab. Die ThyssenKrupp-Papiere setzten sich mit einem Plus von 3,92 % auf 20,69 Euro an die Spitze der 18 Gewinner im Dax. BASF profitierten ebenso wie weitere Chemiewerte von der Suche nach klassischen Substanzwerten, nachdem zahlreiche Technologieaktien sich seit Tagen auf der Verliererstraße befinden. Zudem will sich das Unternehmen bis Jahresende einem Zeitungsbericht zufolge eine neue Struktur geben. BASF verteuerten sich um 2,53 % auf 48,19 Euro.

BMW gewannen 2,46 % auf 39,55 Euro. Deutsche Telekom legten um 1,89 % auf 27 Euro zu , wobei Analysten dies vor allem auf eine technische Reaktion nach den Verlusten der vergangenen Tage zurückführten. Die höchsten Einbußen verbuchten ohne ersichtliche Gründe MAN (-2,62 %) und Metro (-1,62 %). Auch Infineon , Siemens und Epcos gehörten zu den zwölf Verlierern.

Im MDax machten Buderus mit einem neuen Allzeit-Hoch auf sich aufmerksam. Sie stiegen um rund sechs Prozent. Begeistert waren die Anleger ebenfalls von den guten Zahlen von Hugo Boss sowie der geplanten Sonderdividende. Hugo Boss zogen 13,7 % an.

Am Neuen Markt führten die Netzwerkspezialisten Pandatel und Adva die Verliererliste im Nemax 50 an. Hier wirkte sich die Gewinnwarnung der kanadischen Nortel vom vergangenen Wochenende noch aus. Bei Adva, die knapp 18 % auf 22,75 Euro abgaben, kommt laut technischen Analysten noch ein "verheerendes Chartbild" hinzu. Wieder erstarkt zeigten sich Broadvision , die rund 4 % auf 10,66 Euro gewannen. Auch EM.TV legten auf Grund von Gerüchten über eine mögliche Umstrukturierung des Medienunternehmens durch die Kirch-Gruppe um 2,7 % auf 7,28 Euro zu.

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