Neuer Name für traditionsreiches Unternehmen: Aus Gehe wird Celesio

Neuer Name für traditionsreiches Unternehmen
Aus Gehe wird Celesio

Europas größter Pharmahändler Gehe hat im vergangenen Jahr seine Ertragsprognose übertroffen, rechnet 2003 aber mit schwächeren Gewinnzuwächsen.

Reuters STUTTGART. "2002 war ein Jahr, mit dem wir hoch zufrieden sind", kommentierte Vorstandschef Fritz Oesterle am Mittwoch das neuerliche Rekordergebnis des Stuttgarter Konzerns. 2003 werde die Gesundheitsreform in Deutschland aber Spuren im Großhandelsgeschäft hinterlassen, warnte er. Das Ergebnis werde daher voraussichtlich nicht mehr im gleichen Maß steigen wie in den Erfolgsjahren zuvor.

2002 habe der Konzerngewinn vor Steuern um 17,6 Prozent auf 343,6 Millionen Euro zugelegt. Der Umsatz erhöhte sich zugleich um 8,3 Prozent auf 18,4 Mrd. Euro. Gehe hatte zuvor ein Umsatzplus zwischen acht und zehn Prozent sowie eine Ergebnissteigerung um rund 14 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Dividende für 2002 soll nach dem Vorschlag des Vorstands auf 0,85 von 0,77 Euro je Aktie erhöht werden. Die Ausschüttung bliebt damit aber konstant, da Gehe für 2001 den Anteilseignern noch einen Sonderbonus von acht Cent je Aktie gezahlt hatte.

Um die gewachsene Internationalität zu unterstreichen, soll das traditionsreiche, nach seinem Gründer Ludwig Gehe benannte Unternehmen zudem nun in Celesio AG umbenannt werden. Im neuen Jahr sieht Oesterle durch die Gesundheitsreform vor allem Belastungen im Großhandelsgeschäft. Das Beitragssatzsicherungsgesetz verpflichtet die Großhändler, einen Teil ihrer Rabatte direkt an die Krankenkassen abzuführen. Experten gehen allerdings davon aus, dass Gehe diesen Effekt an die Apotheken weitergeben kann. Außerdem macht die Region Deutschland am Umsatz und Ergebnis des Konzerns gerade ein Fünftel aus.

Gehe wolle das nur noch auf fünf Prozent geschätzte Marktwachstum 2003 aber erneut deutlich übertreffen, sagte Oesterle. Dazu soll vor allem das wachsende Einzelhandelsgeschäft beitragen, in dem Gehe 2002 bereits 78,5 Millionen Euro (plus 41 Prozent) verdiente. Gehe betreibt in sieben europäischen Ländern inzwischen über 1800 Apotheken. In Deutschland ist dies dem Großhändler allerdings verwehrt.

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