Neuer Plan: 150 Millionen Euro verbleiben bei Gläubigerbanken
Neuer Hoffnungsschimmer für Grundig

Für den insolventen Elektronik-Hersteller Grundig zeichnet sich ein möglicher neuer Hoffnungsschimmer ab. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" sieht ein Plan von Grundig- Vorstandschef Eberhard Braun und Insolvenzverwalter Siegfried Beck vor, dass der türkische TV-Hersteller Beko Grundig nun ohne Altlasten übernehmen soll.

HB/dpa NÜRNBERG. Danach würden rund 150 Millionen Euro an Schulden bei den Gläubigerbanken verbleiben, etwa 200 Millionen Euro an Pensionsverpflichtungen für etwa 8000 Grundig-Rentner übernehme der Pensions-Sicherungsverein (PSV) in Köln, heißt es unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Beko hatte Anfang April die schon fast ausgehandelte Übernahme verworfen und damit die Insolvenz ausgelöst. Grund waren dem Vernehmen nach vor allem die hohen Pensionsverpflichtungen des Nürnberger Unternehmens. Dieses Hindernis gilt mit der Insolvenz als aus dem Weg geräumt. Daher spricht einiges dafür, dass Beko auf das jetzige Angebot eingeht.

Die Türken könnten dann vor allem ihr TV- und Videorecorder- Geschäft mit den rund 30 000 Grundig-Partnern massiv ausbauen. Geht Grundig dagegen endgültig Pleite, fallen auch Aufträge an den Grundig-Lieferanten Beko weg. Ebenso von Interesse für Beko dürfte ein Großteil der Nürnberger Entwicklungsabteilung sein. Sie arbeitet bisher auch für die nicht insolventen Grundig-Teile wie die Bürokommunikation und die portugiesische Autoradiofertigung.

Bereits am Donnerstag hatte Beko-Generaldirektor Ali H. Sümerval bei der Hauptversammlung des Unternehmens in Istanbul gesagt, man sei für neue Vorschläge zum Kauf des zahlungsunfähigen Nürnberger Konzerns offen. Nach dem Insolvenzantrag habe sich die Lage geändert. Wenn neue Vorschläge oder Anfragen kämen, werde sich Beko diese ansehen.

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