Neuer PR-Gag des TV-Moderators
Raab kann nicht für Moldawien bei Olympia starten

Entgegen anders lautenden Berichten sei der TV-Moderator nicht eingebürgert worden, teilte die moldawische Botschaft mit. Stefan Raab plante einen Start im olympischen Ski-Langlauf für das osteuropäische Land.

dpa BERLIN/KÖLN. TV-Moderator Stefan Raab (35) kann bei den Olympischen Winterspielen 2002 nicht für Moldawien antreten. Die Botschaft des osteuropäischen Landes teilte in Berlin mit, entgegen anders lautender Berichte sei Raab kein Bürger des Staates und könne somit auch nicht für das Land starten. "Die Botschaft bedauert Informationen in deutschen Medien, die das Gegenteil behaupten und die deutsche Öffentlichkeit in die Irre führten", heißt es in der am Freitag verbreiteten Mitteilung. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, Raab plane einen Start im Ski-Langlauf, seine Sprecherin hatte das bestätigt.

Raab gilt als Meister des PR-Gags: Nach Ausflügen in die Schlager- Welt des "Grand Prix" hatte er sich in einem Showkampf von Box-Weltmeisterin Regina Halmich verprügeln lassen. Zu seiner Ski-Karriere hatte die Bild Moldawiens NOK-Sprecherin Valentina Roslakov zitiert: "Wir haben Herrn Raab im Langlauf für unser Land angemeldet." Der 35-Jährige habe sich dazu einbürgern lassen und die moldawische Staatsangehörigkeit angenommen.

Für seine Anmeldung bei den Spielen im Februar habe er versprochen, als Gegenleistung gemeinsam mit Sponsoren die moldawische Sportförderung zu unterstützen. Die Botschaft betonte hingegen, die Behörden des Landes glaubten nicht, dass eine solche Form des Sponsorships ein Kriterium für die Aufnahme in das Olympiateam sein könne. Weiter heißt es: "Die Republik Moldawien bedauert die Versuche, die Prinzipien und den Geist der Internationalen Olympischen Bewegung herauszufordern."

Raab ließ sich am Freitag in Köln von seiner Sprecherin Kerstin Daniel zitieren: "Es ist scheinbar wie bei der deutschen Fußballnationalmannschaft – die Qualifikation bleibt bis zum Schluss spannend. Warten wir es doch einfach ab." Weitere Stellungnahmen wollte sie nicht abgeben.

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