Neuer Präsident des Verwaltungsrates fordert höhere Gewinne
Dormann sieht Handlungsbedarf bei ABB

Bereits kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten des Verwaltungsrates der ABB AG, Zürich, hat Jürgen Dormann von einem dringenden Handlungsbedarf gesprochen, um den Schweizer Technologiekonzern wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

ef ZÜRICH. So müssen die Tätigkeitsbereiche von ABB nach Meinung von Dormann, der im Hauptberuf weiter die Geschicke des Pharmakonzerns Aventis SA in Straßburg leiten wird, weiter fokussiert werden. Als Kernbereiche bezeichnete er die Elektro- und Automatisierungstechnik.

Die Fokussierungsstrategie steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem zweiten Anliegen von Dormann, der Stärkung der Bilanz. Damit unterstrich der neue ABB-Präsident die Notwendigkeit, das Fremdkapital zu reduzieren und das Eigenkapital zu stärken. Dazu müsse ABB die Konzerngewinne deutlich erhöhen. Schließlich müssten auch Transparenz und Kommunikation verbessert werden, um dadurch die Glaubwürdigkeit zu stärken und das Vertrauen der Anleger zurück zu gewinnen.

Dass Dormann in der Lage ist, eine einmal für richtig befundene Strategie auch gegen heftigen Widerstand durchzusetzen, hat er bei der Schaffung von Aventis bewiesen. Heute gilt die Fusion der Pharmasparten von Hoechst und Rhône-Poulenc als Erfolg.

Analysten rechnen damit, dass die zur Umsetzung der von Dormann skizzierten Strategie nötige enge Zusammenarbeit zwischen Präsident und dem das operative Geschäft führenden ABB-Chef Jörgen Centerman klappen könnte. Zudem hat ein eidgenössischer Verwaltungsratspräsident selbst dann ein stärkere Stellung als ein deutscher Aufsichtsratschef, wenn er nur nebenamtlich tätig ist. Thomas Pfyl, Chefanalyst der Bank Vontobel AG, hält Dormanns ABB-Strategie grundsätzlich für richtig. Allerdings sei sie in der Entwicklung der Aktien bereits weitgehend berücksichtigt. So hat sich der Kurs seit dem Tiefstkurs von 9 sfr am 9. Oktober mehr als verdoppelt.

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