Neuer Schwung auf dem Browser-Markt
Netscape zieht wieder in die Schlacht

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen der Netscape unangefochtener Herr der Browser-Welt war. Heute nutzen fast 90 Prozent der Web-Surfer Microsofts Internet Explorer. Die neue Version 7 des Netscape-Browsers soll wieder Boden gutmachen.

DÜSSELDORF. Nachdem die Version 5 bei Netscape komplett ausgelassen wurde, sollte die Version 6 einen Neuanfang signalisieren. Dies ging jedoch gründlich daneben - zu viele Bugs und katastrophale Ladezeiten ließen nur ein vernichtendes Urteil zu. Als dann die verbesserte Version 6.2 des Netscape-Browsers zum Download angeboten wurde, war der Ruf längst ruiniert und Microsofts Internet Explorer wieder einen Schritt weiter vorne.

Nette Wiedergeburt

Jetzt versucht die AOL-Tochter Netscape mit der Version 7 einen erneuten Befreiungsschlag. Und obwohl erst die "Preview Release 1" angeboten wird, scheint die Software mitsamt Internet-Browser, News-Reader, E-Mail-Programm und html-Editor - zumindest technisch - wieder konkurrenzfähig zu sein.

Die ansprechend intuitive Benutzeroberfläche, das innovative Karteikarten-Konzept, welches im Browserfenster mehrere Inhalte übersichtlich anordnet, und nette Wiedergeburten wie die flexible Druckvorschau fallen direkt ins Auge. Zudem hat der Browser dem ersten Eindruck nach etwas an Geschwindigkeit im Vergleich zur "lahmen" 6-er Version zugelegt - bleibt aber dennoch hinter den neueren Internet Explorern zurück.

System-Ressourcen gefragt

Dies scheint das generelle Problem Netscapes mit der zugrundeliegenden Gecko-Technologie zu sein, welche im so genannten Mozilla Projekt permanent erweitert wurde. Die Software nimmt in ihrer Standard-Installation rund 40 Megabyte auf der Festplatte ein und giert dementsprechend nach System-Ressourcen. Das Programm sollte somit eher neueren Computern spendiert werden.

Um etwaige Performance-Probleme zu kaschieren, bietet Netscape eine so genannte Quick-Launch-Funktion. Das bedeutet aber nicht mehr, als dass der Programmcode bereits beim Computer-Start teilweise geladen wird und so still und leise an der Leistung des Rechners knabbert. Diesen Trick nutzt leider ebenso der in der Standard-Installation mit-installierte Real-Player, was auf Dauer lästig ist.

Fazit

Microsofts Internet Explorer ab Version 5 ist zwar noch immer schneller, was Stabilität und Leistungsfähigkeit betrifft, muss sich Netscape 7 aber nicht hinter dem neuen alten Widersacher verstecken. Fest steht jedenfalls, dass zwanghafte Microsoft-Verweigerer wieder eine interessante Alternative haben. Ausprobieren lohnt allemal. Angeboten werden Download-Versionen für Windows, Macintosh und Linux in den Sprachversionen Deutsch, Englisch, Französisch und Japanisch.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%