Neuer Scrapie-Fall
Über 100 Schafe in Hessen getötet

Im hessischen Landkreis Groß-Gerau sind 112 Schafe getötet worden, nachdem ein neuer Fall von Scrapie (Traberkrankheit) aufgetreten war.

Wiwo/ap WIESBADEN. Das Sozialministerium in Wiesbaden gab am Donnerstag bekannt, man habe die gesamte Schafherde töten lassen, weil im Rahmen routinemäßiger Stichproben festgestellt worden sei, dass ein geschlachtetes Schaf aus der Herde von der Krankheit befallen war. Der Verdacht wurde durch einen Schnelltest am 27. Mai bestätigt. Danach war der betreffende Schafbestand zunächst gesperrt worden.

Der letzte vorangegangene Scrapie-Fall in Hessen liege zwei Monate zurück, hieß es. Damals wurden nach Angaben des Ministeriums 400 Schafe getötet. Scrapie verursacht bei Schafen und Ziegen Störungen des Zentralnervensystems, ist aber nach gegenwärtigem Kenntnisstand für Menschen ungefährlich und kann nur von Tier zu Tier übertragen werden.

Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte, nach der Anfang April erfolgten Ausweitung der Scrapie-Überwachung in Hessen erhöhe sich die Zahl der Stichproben bei Schlachttieren von 3.000 auf 10.000 pro Jahr. Wegen der zusätzlichen Untersuchung verendeter Schafe könne man von jährlich rund 13.000 Scrapie-Tests ausgehen.

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