Neuer Selbstmordanschlag
Explosion erschüttert Tel Aviv

Zwei palästinensische Selbstmordattentäter haben sich am Mittwochabend im Süden Tel Avivs in die Luft gesprengt und dabei nach neuesten Angaben mindestens drei Menschen mit in den Tod gerissen.

HB TEL AVIV/WASHINGTON. Die israelischen Rettungskräfte teilten mit, mindestens 30 Menschen hätten zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Es war der erste Selbstmordanschlag in Israel seit Wiederbesetzung der palästinensischen Städte des Westjordanlands im Juni. Zuvor war von bis zu sieben Toten die Rede gewesen. Zu der Tat bekannte sich die radikale Gruppe Islamischer Dschihad.

Der palästinensische Kabinettssekretär Ahmed Abdel Rachman verurteilte den neuen Anschlag scharf. Rachman sagte dem arabischen TV-Sender Al Dschasira, solche Anschläge schadeten vor allem dem palästinensischen Volk selbst.

Der Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon kündigte rasche Vergeltung für den neuen Anschlag in Tel Aviv an. Im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender CNN sagte Raanan Gissin, die palästinensische Autonomiebehörde sei für die Tat verantwortlich.

Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser hob eine Reihe von Erleichterung für die palästinensische Bevölkerung wieder auf. Ben-Elieser sagte nach Medienberichten, Israel wolle "so weit wie möglich die Lage der palästinensischen Bevölkerung erleichtern, aber der palästinensische Terror verlängert ihr Leid weiter". Bei den Erleichterungen handelte es sich unter anderem um Arbeitsgenehmigungen für mehrere tausend Palästinenser in Israel.

Bush verurteilt Anschlag von Tel Aviv scharf

In einer am Mittwoch in Washington veröffentlichten Erklärung sprach Bush von den Anschlägen als Terrorakten, die zugleich Anschläge auf die internationalen Bemühungen seien, Frieden in den Nahen Osten zu bringen.

"Das amerikanische Volk und ich verurteilen diese verabscheuungswürdigen Terrorakte", erklärte Bush.

An seine Grundsatzrede zu Nahost vom 24. Juni erinnernd sagte Bush, die Hoffnung einiger weniger (Palästinenser) dürfe nicht die Hoffnung Vieler als Geisel nehmen.

Den Familien der Opfer der jüngsten Anschläge gelte sein tiefes Mitgefühl, sagte Bush. "Frieden kann nicht auf der Basis von Gewalt gegen Unschuldige geschaffen werden", fügte er hinzu.

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