Neuer Standard für Abstrahlungsrate
Handys sollen von 2001 an Hinweisschild zur Strahlung tragen

Reuters HELSINKI. Führende Hersteller von Mobiltelefonen wollen die von ihnen produzierten Handys vom kommenden Jahr mit einem Hinweisschild zur Strahlungsintensität kennzeichnen. Mit diesem Schritt solle dem Wunsch vieler Handy-Nutzer entsprochen werden, teilten die führenden Mobilfunktelefonhersteller Nokia, Ericsson und Motorola am Montag in Helsinki mit. Derzeit werde an der Entwicklung eines weltweit einheitlichen Standards zur Messung der spezifischen Abstrahlungsrate von Mobiltelefonen (SAR) gearbeitet, der frühestens Anfang nächsten Jahres zum Einsatz kommen solle. Mit In Kraft Treten des Standards würden alle Mobiltelefone weltweit mit ihrer Abstrahlungsrate gemäß SAR gekennzeichnet.

Derzeit telefonieren etwa 570 Mill. Menschen weltweit per Handy. Nach einer Ericsson-Studie wird diese Zahl bis 2006 auf etwa 1,4 Mrd. anwachsen.

Während Ericsson den Kennzeichnungsbeginn seiner Handys für den 1. April 2001 ankündigte, teilte Nokia mit, erst nach In Kraft Treten des Standards mit der Kennzeichnung beginnen zu wollen. Eine britische Studie hatte im Mai festgestellt, dass keine Gefahr für die menschliche Gesundheit von der Strahlung eines Mobiltelefons ausgeht. Sie riet jedoch zu strengen Kontrollen auf diesem Gebiet.

In den USA sind die Hersteller von Mobiltelefonen nach Angaben eines Nokia-Sprechers bereits verpflichtet, der Telekommunikationsbehörde (FCC) die Abstrahlungsstärke ihrer Produkte vor dem Verkauf offen zu legen. Das Bundesamt für Strahlenschutz hält die derzeitigen Bestimmungen für ausreichend.

Anfang August hatte in den USA ein Neurologe eine 800-Millionen-Dollar-Klage gegen Motorola und acht weitere Telekommunikationsgesellschaften angestrebt. Der Mediziner hatte geltend gemacht, die Nutzung eines Handys verursache bösartige Hirntumore.

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